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Vorermittlungen eingeleitet
Frau erhebt Vergewaltigungsvorwürfe gegen Schauspieler Depardieu

Schauspieler Gerard Depardieu bei einem Fototermin zum Film "Saint Amour" (Archivfoto)
Schauspieler Gerard Depardieu bei einem Fototermin zum Film "Saint Amour" (Archivfoto) FOTO: dpa / Michael Kappeler
Eine Frau wirft dem französischen Schauspieler Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vor. Der Filmstar weist die Vorwürfe zurück. Die Justiz hat Vorermittlungen eingeleitet.

Nach Vorwürfen der Vergewaltigung und sexueller Nötigung gegen den französischen Schauspieler Gérard Depardieu hat die Justiz Vorermittlungen eingeleitet. Das verlautete am Donnerstag aus französischen Justizkreisen. Der Filmstar wies die Vorwürfe zurück.


Eine Frau habe am Montag in der Nähe der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence Strafanzeige erstattet, hieß es. Der Fall sei am Mittwoch der Staatsanwaltschaft in Paris übergeben worden, erklärte ein Justizmitarbeiter, der nicht genannt werden wollte.

Depardieus Anwalt Hervé Temime erklärte im Fernsehsender BFM, der Schauspieler „bestreitet absolut jegliche Vergewaltigung, jegliche sexuelle Nötigung, jegliche Straftat“. Sein Mandant sei „erschüttert“ über die „grundlosen“ Beschuldigungen, sagte Temime weiter. Ob sich Depardieu am Donnerstag in Frankreich aufhielt und in welcher Beziehung er zu der Frau stand, wollte der Anwalt nicht sagen. „Er wird sich natürlich an den Ermittlungen beteiligen und die Fragen beantworten“, sagte Temime.



Depardieu spielte in seiner seit sechs Jahrzehnten andauernden Karriere in rund 200 Filmen mit. Als einer von wenigen französischen Schauspielerin ist er auch in Hollywood bekannt. 2014 spielte er die Hauptrolle in „Welcome to New York“. Der Filminhalt ist angelehnt an das Leben von Dominique Strauss-Kahn, den früheren Direktor des Internationalen Währungsfonds, der 2011 beschuldigt wurde, ein Zimmermädchen sexuell genötigt zu haben.

(ubg/dpa/ap)