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Nach Sikh-Schießerei in Wien: Tote auch in Indien

Neu Delhi/Wien. Nach dem Tod eines Sikh-Predigers bei einer Schießerei in Wien haben heftige Ausschreitungen im nordindischen Bundesstaat Punjab mindestens zwei Menschenleben gefordert. Wie die Nachrichtenagentur PTI gestern berichtete, erschossen Sicherheitskräfte im Distrikt Jalandhar zwei Anhänger des getöteten Predigers

Neu Delhi/Wien. Nach dem Tod eines Sikh-Predigers bei einer Schießerei in Wien haben heftige Ausschreitungen im nordindischen Bundesstaat Punjab mindestens zwei Menschenleben gefordert. Wie die Nachrichtenagentur PTI gestern berichtete, erschossen Sicherheitskräfte im Distrikt Jalandhar zwei Anhänger des getöteten Predigers. Zuvor hatten mit Säbeln bewaffnete Sikhs Straßen und Schienen blockiert sowie Autos und Eisenbahnwaggons angezündet. Die Behörden verhängten eine Ausgangssperre über Teile Punjabs. Vor Sikh-Tempeln wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Am Sonntag waren bei der Schießerei in einem Sikh-Tempel in Wien mindestens 16 Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Eine Gruppe von sechs Turban tragenden Gläubigen aus einem anderen Tempel war während einer religiösen Zeremonie aufgesprungen, feuerte auf zwei Prediger und wurde ihrerseits von Mitgliedern der attackierten Sikh-Gruppe angegriffen. Ein Prediger erlag später seinen Verletzungen. dpa