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Vier Verletzte durch Briefsendung
Unbekannter schickt verweste Maus an Münchner Erzbistum

FOTO: Christoph Reichwein (REI) / Reichwein, Christoph (crei)
Mitarbeiter in der Poststelle des erzbischöflichen Ordinariats in München sprachen zunächst von einer "stinkenden, braunen, zähflüssigen Masse" in einem Brief. Die Feuerwehr konnte schnell den Verdacht eines Giftanschlages ausräumen.

Eine an das Erzbischöfliche Ordinariat in München per Post geschickte verweste Maus hat einen großen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Vier kirchliche Mitarbeiter kamen am Donnerstag vorsorglich ins Krankenhaus, weil sie nach dem Öffnen des Umschlags in der Poststelle über Übelkeit klagten. Die Mitarbeiterin, die den Umschlag öffnete, musste sich erbrechen, wie das Erzbistum erklärte.


Experten der Feuerwehr prüften den zunächst nur als übel riechende "braune, zähflüssige Masse" beschriebenen Fund. Schnell konnten sie einen Giftanschlag ausschließen. Die weiteren Untersuchungen ergaben dann, dass es sich um einen Mäusekadaver handelte.

Zunächst unklar blieb, wer das tote Tier in einem verschlossenen Umschlag an das Erzbistum schickte. Die Münchner Polizei kündigte an, den Fall zu prüfen.



Es stehe eine versuchte Körperverletzung im Raum. Die Spurensicherung werde versuchen herauszufinden, wer den Mäusekadaver an die Kirche schickte, sagte ein Polizeisprecher.

Die Münchner Feuerwehr setzte rund 30 Einsatzkräfte ein, zwölf Fahrzeuge waren vor Ort. Unter anderem sei die sogenannte analytische Taskforce zum Einsatz gekommen, um genauere Messungen im Ordinariat vorzunehmen.

Die beteiligten Feuerwehrkräfte trugen Spritzschutzanzüge und schweren Atemschutz. Die insgesamt sechs Mitarbeiter in der Poststelle durften erst aus den Räumlichkeiten, als ein Dekontanimationsplatz aufgebaut war und sie ausgeschleust werden konnten.

(felt/AFP)