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Mäuse können Schmerzmittel Morphin produzieren

Dortmund. Mäuse und wahrscheinlich auch der Mensch können das Schmerzmittel Morphin selbst produzieren. Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam hat zumindest bei Mäusen eine körpereigene Morphin-Produktion nachgewiesen. Noch ist unklar, welchen Zweck die Morphinproduktion hat

Dortmund. Mäuse und wahrscheinlich auch der Mensch können das Schmerzmittel Morphin selbst produzieren. Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam hat zumindest bei Mäusen eine körpereigene Morphin-Produktion nachgewiesen. Noch ist unklar, welchen Zweck die Morphinproduktion hat. Morphinspuren in menschlichem Urin galten bislang als Hinweis auf Drogenkonsum oder den Verzehr mohnhaltiger Lebensmittel. Die Studie des Wissenschaftlerteams liefere nun einen Hinweis auf eine weitere mögliche Ursache, teilte die Technische Universität Dortmund mit. An der Studie beteiligt waren Umweltforscher der TU Dortmund und das Pflanzen-Forschungsinstitut Donald Danforth in St. Louis. Die Forscher spritzten den Mäusen markiertes Tetrahydropapaverolin (THP). Diese Chemikalie wird in Mohnpflanzen in einem komplexen Prozess zum Morphin umgewandelt. "Die Tiere müssen also über ein ausgefeiltes Enzym-System verfügen, das sie in die Lage versetzt, eigenständig Morphin herzustellen", sagte der Dortmunder Professor Michael Spiteller. dpa