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Massive Erdstöße auf indonesischer Insel
Auf Lombok bebt erneut die Erde

Die indonesische Insel Lombok ist erneut von einem schweren Erdbeben getroffen worden. Die Erschütterungen am Sonntag hätten eine Stärke von 6,3 gehabt und sei bis Bali zu spüren gewesen, teilte die US-Erdbebenwarte mit.

Der Erdbebenherd habe im Norden der Insel in sieben Kilometern Tiefe gelegen. Kurz zuvor habe es ein Beben der Stärke 5,4 im Nordosten gegeben.


Die Katastrophenschutzbehörde teilte mit, im Bezirk Sembalun seien Wohngebäude und eine Moschee beschädigt worden. Eine bei früheren Beben zusammengebrochene Stadthalle sei noch weiter zerstört worden, sagte Behördensprecher Sutopo Purwo Nugroho. Berichte über Tote oder Verletzte lägen nicht vor. Die Behörde sammle aber noch Informationen.

Ein Reporter der Nachrichtenagentur AP berichtete, die Erschütterungen hätten an den Hängen des Vulkans Rinjani Erdrutsche ausgelöst und zu Panik unter Dorfbewohnern geführt. Ein Video des Roten Kreuzes zeigte, wie dort Staubwolken aufsteigen.



Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht. Die Katastrophenschutzbehörde erklärte, sie sammle noch Informationen.

Vor zwei Wochen hatte ein Erdbeben auf Lombok zehntausende Häuser zerstört. 460 Menschen wurden getötet, mehrere Hunderttausend mussten ihre Wohnungen verlassen. Der bei Touristen beliebte Rinjani ist seit Juli gesperrt, nachdem dort bei einem Erdbeben 16 Menschen getötet wurden und hunderte Besucher gestrandet waren.

Indonesien liegt auf dem sogenannten pazifischen Feuerring, auf dem es häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt.

(mro)