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Inzest-Fall in Polen: Vater hielt Tochter sechs Jahre versteckt

Warschau. Der Fall erinnert an das Inzest-Drama von Amstetten: In Polen soll ein 45-Jähriger seine heute 21-jährige Tochter immer wieder sexuell missbraucht und zwei Kinder mit ihr gezeugt haben. Medienberichten zufolge hatte der Mann sie sechs Jahre lang in einem Dorf bei Siemiatycze im Osten Polens versteckt gehalten. Der Mann sitzt seit Montag in Haft

Warschau. Der Fall erinnert an das Inzest-Drama von Amstetten: In Polen soll ein 45-Jähriger seine heute 21-jährige Tochter immer wieder sexuell missbraucht und zwei Kinder mit ihr gezeugt haben. Medienberichten zufolge hatte der Mann sie sechs Jahre lang in einem Dorf bei Siemiatycze im Osten Polens versteckt gehalten. Der Mann sitzt seit Montag in Haft. Laut dem Fernsehsender TVP Info hat er bereits zugegeben, seine Tochter sexuell missbraucht zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft gestern mitteilte, liegen Beweise für einen Teil der Straftaten vor. Danach soll der 45-Jährige seine Tochter im Jahr 2002 zwei Wochen lang und in diesem Jahr mehr als eine Woche lang eingesperrt und missbraucht haben. Das Opfer sei in einem Zimmer ohne Klinke gefangen gehalten worden. Zweimal sei sie von ihrem Vater schwanger geworden, berichtete die 21-Jährige der Zeitung "Gazeta Wyborcza". In den Jahren 2005 und 2007 habe sie jeweils einen Jungen zur Welt gebracht. Ihr Vater habe sie aber gezwungen, die Kinder in einem Krankenhaus abzugeben. Die Mutter des Opfers sagte dem Blatt, der Mann habe beiden Frauen mit dem Tod gedroht, falls sie die Polizei informieren. Trotz der Erpressung hatten sich Mutter und Tochter vor einer Woche an die Polizei gewandt und um Hilfe gebeten. dpa