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Nach Erdbeben und Tsunami
Plünderungen nach Katastrophe in Indonesien

Palu. Die indonesische Polizei hat 92 Personen wegen Plünderungen im vom Erdbeben und Tsunami getroffenen Gebiet auf der Insel Sulawesi festgenommen. Sie seien mit Gütern wie Motoröl, Reifen, Keramikfliesen sowie Agrarausrüstung aufgegriffen worden, meldeten örtliche Medien.

Die Plünderer stammten aus dem Großraum Palu, der größten Stadt im Katastrophengebiet.


In Indonesien klettert die Zahl der Todesopfer immer weiter in die Höhe. Inzwischen sind es nach Behördenangaben mehr als 1400, hinzu kommen über 2500 Schwerverletzte. Besonders schlimm betroffen ist die 350 000-Einwohner-Stadt Palu, wo der Tsunami am vergangenen Freitagabend in drei Wellen mit bis zu sechs Metern Höhe auf die Küste traf. Vermutlich gibt es erst in einigen Tagen Klarheit über das gesamte Ausmaß der Katastrophe. Damit keine Seuchen ausbrechen, werden die Toten jetzt in schnell ausgehobenen Massengräbern beigesetzt. Dem Katastrophenschutz zufolge haben mehr als 70 000 Menschen ihre Unterkunft verloren. Die Vereinten Nationen schätzen, dass fast 200 000 Leute auf Hilfe angewiesen sind. Aus aller Welt gab es Zusagen. Erste ausländische Flugzeuge erreichten gestern das Land. 20 Maschinen aus elf verschiedenen Ländern sollten Hilfsgüter bringen und Überlebende ausfliegen.