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Betrugsfall in Göttingen
18-Jähriger dreht Sparkasse Falschgold für 300.000 Euro an

Man sollte meinen, dass Mitarbeiter einer Sparkasse durchaus falsches von echtem Gold unterscheiden können. In Göttingen sorgt jedoch ein Fall für Erstaunen, bei dem ein 18-Jähriger der Bank falsches Gold im Wert von 300.000 Euro verkauft hat.

Es klingt wie eine schlechte Gaunerkomödie: Ein 18-jähriger Realschul-Absolvent verkauft der Sparkasse Göttingen falsche Goldbarren und -münzen im Wert von rund 300.000 Euro. Das Erstaunliche: Den Angestellten der Bank ist das falsche Edelmetall bis zuletzt nicht aufgefallen.


Insgesamt elf Mal brachte der junge Mann Material zum Verkauf, wie die Staatsanwaltschaft beim Prozessauftakt in Göttingen am 16. August mitteilt. Vor Gericht steht der mittlerweile 20-Jährige gemeinsam mit seiner Mutter, wie das „Göttinger Tageblatt“ berichtet.

Aufgeflogen war der Schwindel allerdings zunächst nicht wegen des falschen Goldes, sondern weil ein Sparkassen-Mitarbeiter irgendwann den Verdacht hegte, dass hier Geld in großem Stile gewaschen werden sollte. In der Zwischenzeit hatte die Bank einige der angekauften Stücke bereits an andere Geldinstitute weiterverkauft. Bei der Landesbank Baden-Württemberg schließlich wurde das Falschgold entdeckt.



(felt)