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Geldstrafen für Entführung von homosexuellem Jungen

Berlin. Agentur

Im Prozess um die Entführung eines 15-Jährigen aus der elterlichen Wohnung hat ein Berliner Amtsgericht Geldstrafen von jeweils 1350 Euro gegen den Vater und zwei Onkel des Jungen verhängt. Die Männer sollen den unter Pflegschaft des Jugendamtes stehenden Jungen im Dezember 2012 außer Landes gebracht haben. Hintergrund soll dessen Homosexualität sein. Der 15-Jährige hatte schwere Vorwürfe gegen seine libanesische Familie erhoben. Verwandte hätten ihn gequält und zwangsverheiraten wollen. Die Verurteilung wegen Freiheitsberaubung und Entziehung Minderjähriger erging gestern per Strafbefehl, weil die Angeklagten nicht zum Prozess erschienen waren.

Journalisten sagte der heute 18-Jährige nach dem Urteil: "Ich habe damit gerechnet, dass sie nicht kommen, ich habe meine Kraft gezeigt, ich will meine Sexualität nicht verstecken."