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Franziskus in Hochglanz

Stuttgart/Vatikan. Wo schläft der Papst? Wo kauft er ein? Was verrät seine Handschrift? Was manche Menschen schon immer über Franziskus wissen wollten, möchte die neue Zeitschrift „Mein Papst“ verraten. dpa-MitarbeiterRoland Böhm

Papst Franziskus hat seit 40 Jahren den selben Schuhmacher, aus seiner Handschrift lässt sich Willenskraft ablesen, und sein Lieblingsauto ist ein 30 Jahre alter R4. Wer sich für solche Details aus dem Leben des Heiligen Vaters begeistern kann, für den liegt demnächst eine ungewöhnliche Zeitschrift am Kiosk. "Mein Papst" in Hochglanz-Optik erscheint morgen erstmals in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auflage: 250 000 Stück. Preis: 1,80 Euro. Zielgruppe: die Frau ab 40.

"Der Pap st der Herzen. Franziskus ist einer von uns", lautet die Schlagzeile der ersten Ausgabe, der Zeitschrift, die der Stuttgarter Panini-Verlag publiziert. Zum Start monatlich, wie es heißt. Der Lesestoff über Leben und Wirken des Pontifex wird aus dem italienischen Vorbild "Il mio Papa" vom Verlag Mondadori übernommen, die seit einem Jahr sogar wöchentlich erscheint. "Mein Papst" werde vorzugsweise in den katholisch geprägten Regionen in den Handel kommen, hieß es beim vor allem für Fußball-Sammelbildchen bekannten Panini-Verlag, und im Regal neben den Frauenzeitschriften liegen. Die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn wollte sich zunächst nicht zu der Zeitschrift äußern. "Wir kennen sie ja noch nicht", sagt Sprecherin Daniela Elpers. Sie sei aber natürlich gespannt und werde sich eine Ausgabe kaufen. "Reingucken möchte ich schon mal."

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger macht eine Gründungswelle neuer Titel und auch neuer Verlage aus, die ihr spezielles Zielpublikum genau treffen und binden. Noch nie habe es so viele Titel gegeben wie heute - fast 50 Prozent mehr als noch 1997. "Diese Entwicklung zeigt sich gerade auch am Beispiel des neuen Papst-Magazins, das offensichtlich auf einen großen Bedarf trifft und den deutschen Zeitschriftenmarkt bereichert."

Auf den 72 farbigen Seiten erfährt man einiges über den Papst aus Argentinien : Dass er auf einen Umzug in die päpstliche Residenz verzichtet, etwa, weil er im Gästehaus glücklicher sei. Bescheiden residiere er im Herzen des Vatikans, heißt es da. Eine Grafik zeigt seine puristische Wohnung in der Casa Santa Maria. Seinen Kaffee hole er am Gemeinschaftsautomaten. Ein Ostern-Spezial beschäftigt sich auf 14 Seiten mit dem "Fest der Feste" und begleitet den Papst vom Kreuzweg bis zum "Urbi et Orbi" auf dem Petersplatz.

Wie und wo lebte der Pontifex, als er noch Jorge Mario Bergoglio war? "Die Geschichte von Papst Franziskus zum Sammeln. Teil 1" kann der Leser genauso aus dem Heft ziehen, wie ein Wendeposter. "Die weiße Kreuzigung" von Marc Chagall ist ein Lieblingsbild, "Babettes Fest" sein Lieblingsfilm und sein Lieblingsfußballverein ist natürlich einer aus Argentinien . Reisetipps enthält das Heft auch: Empfohlen wird diesmal ein Trip in die Ewige Stadt. Als Rezepttipp wird Lammkotelett mit Pfannengemüse beschrieben.