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Ex-Todeskandidatin Milke übt scharfe Kritik an US-Justiz

Phoenix. Die ehemalige US-Todeskandidatin und gebürtige Berlinerin Debra Milke hat die amerikanische Justiz nach der endgültigen Einstellung ihres Mordprozesses scharf angegriffen. "Ich hätte nicht gedacht, dass es 25 Jahre, drei Monate und 14 Tage dauern würde, um solch einen eklatanten Fehlschlag der Justiz zu beheben", sagte die 51-Jährige. "Ich hatte absolut nichts mit dem brutalen Mord meines Sohnes Christopher zu tun", beteuerte sie. Agentur

"Ein Kind durch einen Mord zu verlieren, ist eine schreckliche Tragödie mit unbeschreiblichem Leid, das keinen Eltern jemals widerfahren sollte", sagte Milke, die immer wieder Tränen unterdrücken musste. Die in Berlin geborene und in den USA aufgewachsene Tochter eines Amerikaners und einer Deutschen war dafür verurteilt worden, zwei Männer zu dem Mord angestiftet zu haben.