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Drei Monate nach Verschwinden
Entführte Jugendliche in USA lebend gefunden

 Chris Fitzgerald, Polizeichef von Barron, neben einem Foto der 13-Jährigen (Archivfoto).
Chris Fitzgerald, Polizeichef von Barron, neben einem Foto der 13-Jährigen (Archivfoto). FOTO: dpa / Jerry Holt
Ihre Eltern waren im Oktober im US-Staat Wisconsin tot aufgefunden worden – seitdem fehlte von der 13-Jährigen jede Spur. Ein 21-Jähriger Verdächtiger hielt das Mädchen offenbar gefangen, bis ihr nun die Flucht gelang.

Drei Monate nach ihrem Verschwinden ist eine 13-Jährige im US-Staat Wisconsin lebend wieder aufgetaucht. Die Eltern der Jugendlichen waren am 15. Oktober in ihrem Zuhause in der Stadt Barron von der Polizei tot aufgefunden worden. In das Haus war eingebrochen worden, die Behörden vermuteten, dass das Mädchen entführt wurde. Am Freitag gab die Polizei die Festnahme eines 21-Jährigen bekannt. Gegen ihn werde wegen eines Tötungsdelikts und Entführung ermittelt.


Der Mann sei am Donnerstag gefasst worden, erklärte Sheriff Thomas Dalbec bei einer Pressekonferenz. Sein Kollege Chris Fitzgerald sagte, nach Vermutungen der Ermittler habe der Verdächtige die Eltern getötet, weil er die 13-Jährige entführen wollte. Er habe viel unternommen, um seine Identität zu verschleiern. Der Verdächtige lebt in Gordon, etwa eine Autostunde vom Haus der Familie in Barron entfernt.

Das Mädchen lief am Donnerstag aus einer Hütte weg, in der sie festgehalten wurde, und wandte sich hilfesuchend an eine Frau, die ihren Hund Gassi führte. Vom Haus einer Nachbarin alarmierten sie die Polizei. Die Nachbarin sagte dem Sender NBC, das Mädchen habe ihr gesagt, sie sei gegen ihren Willen festgehalten worden, und habe den Namen des Entführers genannt. Wie sie genau entkommen sei, habe sie nicht geschildert.



(cpas/dpa)