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Der Kampf geht weiter
Ende der Zeitumstellung kommt frühestens 2021

(Symbolbild).
(Symbolbild). FOTO: dpa / Jane Barlow
Brüssel. Die Befürworter hatten sich den 31. März 2019 schon dick im Kalender angestrichen. Denn dann, so hofften sie, würden Europas Uhren zum letzten Mal auf die Sommerzeit umgestellt – und zwar dauerhaft. Doch die Mitgliedstaaten bremsen. Von Detlef Drewes

Frühestens 2021 könne mit einem Aus des Rituals gerechnet werden, über das sich viele Bürger ärgern. Das bestätigten EU-Diplomaten gestern in Brüssel.


Kommissionschef Jean-Claude Juncker wollte das Thema eigentlich noch vor der Europawahl 2019 erledigen: „Die Menschen wollen das. Wir tun das“, hatte er im Sommer nach einer Online-Befragung gesagt. An der hatten sich 4,6 Millionen Bürger beteiligt, davon drei Millionen aus Deutschland. Repräsentativ war die Umfrage nicht, Juncker verstand sie aber als Auftrag und preschte vor. Jetzt wird er von der Realität eingeholt. Vor einem Treffen der zuständigen Minister am Montag stellt Verkehrskommissarin Violeta Bulc in einer Tischvorlage fest, dass der ehrgeizige Zeitplan definitiv nicht zu halten sei.