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Angeklagter gesteht Anbau von mehreren Tonnen Marihuana

Arnsberg. Im Prozess um einen der größten Fälle von Cannabis-Anbau in Europa hat der Angeklagte gestern ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Vor dem Landgericht Arnsberg gab der 41-jährige Computerspezialist zu, zwischen 2001 und August 2007 gemeinsam mit anderen Bandenmitgliedern vier Marihuana-Plantagen in angemieteten Hallen betrieben zu haben, wie ein Gerichtssprecher sagte

Arnsberg. Im Prozess um einen der größten Fälle von Cannabis-Anbau in Europa hat der Angeklagte gestern ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Vor dem Landgericht Arnsberg gab der 41-jährige Computerspezialist zu, zwischen 2001 und August 2007 gemeinsam mit anderen Bandenmitgliedern vier Marihuana-Plantagen in angemieteten Hallen betrieben zu haben, wie ein Gerichtssprecher sagte. Als Grund nannte er Geldprobleme. Nach Angaben des Gerichts sollen in den Hallen jeweils mehrere tausend Marihuanapflanzen gezüchtet worden sein, die abgeerntet, verarbeitet und verkaufsfertig verpackt wurden. Insgesamt seien so 2,6 Tonnen Marihuana hergestellt worden. Der Angeklagte sei in der Hierarchie der Bande "recht weit oben" angesiedelt gewesen. Die Bande war nur durch Zufall aufgeflogen. Im August 2007 hatte die Feuerwehr eine Halle im sauerländischen Sundern-Hachen geöffnet, weil eine Überschwemmung drohte. Dabei stießen die Einsatzkräfte auf die erste Plantage. Bei den Ermittlungen wurden weitere Plantagen entdeckt. ddp