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Homburg
Ostern ist zentrales Fest für Christen

Ostern ist für Katholiken und Protestanten rund um den Erdball Höhepunkt des christlichen Glaubens. Auch in unserer saarpfälzischen Region heißt Ostern: Gedenken an Leben, Sterben und Auferstehung Jesu. Die protestantischen und katholischen Gottesdienste werden festlich begangen. 
Ostern ist für Katholiken und Protestanten rund um den Erdball Höhepunkt des christlichen Glaubens. Auch in unserer saarpfälzischen Region heißt Ostern: Gedenken an Leben, Sterben und Auferstehung Jesu. Die protestantischen und katholischen Gottesdienste werden festlich begangen.  FOTO: picture alliance / dpa / Oliver Berg
Homburg. Der Höhepunkt im Kirchenjahr: Gedenken an Leben und Tod. Allerdings verliert das Fest vielerorts seine spirituelle Bedeutung.

Ostern ist das höchste Fest der christlichen Kirchen. Für die Protestanten ist der Karfreitag der wichtigste Feiertag, für die Katholiken der Ostersonntag. Auch in unserer Region heißt Ostern: Gedenken an Leben, Sterben und Auferstehung Jesu. Die Gottesdienste werden festlich begangen. Über die Ostertage sind, ebenso wie an Weihnachten die Kirchen in  der Regel zwischen Erbach. Einöd, Kirkel, Bexbach bis Homburg sehr gut besucht.


Und darum geht es an Ostern:  Am Gründonnerstag gedenken Christen des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern, in Einöd oder in Bruchhof-Sanddorf etwa gibt es deshalb ein Agape-Mahl. Der Tag symbolisiert die Vereinigung von Christus mit den Gläubigen. Am Karfreitag gedenken Christen der Leidenszeit und des Todes Jesu. Der Überlieferung nach wurde der Sohn Gottes an diesem Tag in Jerusalem verurteilt und auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt. Karfreitag ist traditionell ein strenger Fastentag. Die Osternacht, die Nacht vom Karsamstag auf den Ostersonntag, ist im Kirchenjahr die „Nacht der Nächte“: eine Nacht des Wachens und Betens zum Gedenken an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten und damit an den Durchgang vom Tod ins Leben

„Miteinander das Geheimnis von Ostern erfahren“, heißt es bei der Protestantischen Landeskirche der Pfalz, zu der die saarpfälzischen Gemeinden gehören: Mit meditativen Andachten, Osterfeuern, Gottesdiensten unter freiem Himmel, oftmals auch in Mundart, feiern die Protestanten in der Pfalz und Saarpfalz das Osterfest als den Triumph des Lebens über den Tod. „Angesichts einer Welt voller kriegerischer Auseinandersetzungen, alltäglicher Gewalt und verbaler Angriffe steht die Osterbotschaft für die Hoffnung auf Veränderung“, sagt Kirchenpräsident Christian Schad. Für den Speyer Bischof Karlheinz Wiesemann ist Ostern „Mahnung und Ermutigung zugleich“.



Die Gedächtnisfeier zur Auferstehung Jesus feiern die Christen seit den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung. Inzwischen ist Ostern aber ein weltweites Fest, das auch von Anhängern anderer Religionen und Nicht-Gläubigen zelebriert wird. Viele Osterbräuche, etwa die Osterfeuer, sind heidnischer Herkunft. In Deutschland sind das Bemalen und Suchen von Ostereiern, die vom Osterhasen versteckt werden, Brauch. Die deutsche Bezeichnung Ostern (in den meisten Sprachen wird Ostern als Passah bezeichnet, abgeleitet vom jüdischen Passah-Fest, das zeitgleich stattfindet) hängt wahrscheinlich mit der Himmelsrichtung Osten zusammen, die auf die aufgehende Sonne als Symbol der Hoffnung aber auch des Frühlings verweist.

Das Datum des Osterfestes variiert zwischen Ende März und Ende April. Es fällt demnach immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond. In Deutschland sind der Karfreitag und die Osterfeiertage nationale Feiertage.

Umfragen belegen, dass den meisten Deutschen der Grund für das Osterfest nicht mehr bewusst ist. Denn für die meisten (81 Prozent) ist es vor allem ein harmonisches Familienfest, verbunden mit gutem Essen und Trinken (73 Prozent). Dagegen ist der religiöse Hintergrund des neben Weihnachten bedeutendsten christlichen Festes schon bei der Mehrheit der Bevölkerung in den Hintergrund geraten, wie eine Umfrage des Münchner Meinungsforschungsinstituts Polis ergab. Lediglich knapp die Hälfte (47 Prozent) der Bundesbürger verbindet mit Ostern die Auferstehung Christi und damit die Verheißung ewigen Lebens. Und nur für ein gutes Drittel (37 Prozent) gehört ein Gottesdienst-Besuch zum Osterfest dazu.

Eine repräsentative Emnid-Befragung ergab, dass 15 Prozent der 20- bis 29-Jährigen glauben, dass an Ostern die Geburt Jesu gefeiert wird. Drei Prozent dieser Altersgruppe glaubten sogar, dass Jesu Hochzeit der Anlass von Ostern sei. Neun Prozent aller Befragten wissen überhaupt nichts vom religiösen Hintergrund des Festes.