Original und Fälschung: Arp-Museum zeigt Werke aus Landesbesitz

Original und Fälschung: Arp-Museum zeigt Werke aus Landesbesitz

Remagen. "Licht auf Arp" nennt sich eine Ausstellung, die übermorgen im krisengeschüttelten neuen Arp-Museum in Remagen eröffnet wird. Ob das Werk des Dadaisten Hans Arp (1886 - 1966) damit im Sinne unzweideutiger Herkunftsklärung ausgeleuchtet wird, darf bezweifelt werden

Remagen. "Licht auf Arp" nennt sich eine Ausstellung, die übermorgen im krisengeschüttelten neuen Arp-Museum in Remagen eröffnet wird. Ob das Werk des Dadaisten Hans Arp (1886 - 1966) damit im Sinne unzweideutiger Herkunftsklärung ausgeleuchtet wird, darf bezweifelt werden. Platzt die Ausstellung doch mitten in einen (längst auch politisch) äußerst aufgeladenen Streit über die Frage, ob die nach Arps Tod gegossenen Skulpturen als Originale oder als Fälschungen anzusehen sind. Dass die Schau auch Nachgüsse umfasst, dürfte für weiteres Konfliktpotenzial zwischen Museum, der in Ungnade gefallenen privaten Arp-Stiftung und dem Land Rheinland-Pfalz sorgen. 1995 hatte dieses für zehn Millionen Euro rund 400 Arp-Werke von dem Verein erworben - als Grundstock für das Museum. Später wurde bekannt, dass von den Plastiken nur 51 existierten, 49 mussten erst gegossen werden - Auslöser einer bis heute andauernden Debatte über den Originalitätsbegriff in der Kunst. cis