Ohne Warteschleife direkt zur LehrstelleAusbildungsplatz im kaufmännischen Bereich gesucht

Ohne Warteschleife direkt zur LehrstelleAusbildungsplatz im kaufmännischen Bereich gesucht

Burbach. Die Schule ist aus, doch mit der erhofften Lehrstelle ist es nichts geworden. In diesem Fall ist das Ende der Schulzeit oft der Beginn einer Tournee durch verschiedene berufsvorbereitende oder berufsbildende Maßnahmen. Dazu zählen beispielsweise der Besuch des Berufsgrundbildungsjahres (BGJ) oder des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ)

Burbach. Die Schule ist aus, doch mit der erhofften Lehrstelle ist es nichts geworden. In diesem Fall ist das Ende der Schulzeit oft der Beginn einer Tournee durch verschiedene berufsvorbereitende oder berufsbildende Maßnahmen. Dazu zählen beispielsweise der Besuch des Berufsgrundbildungsjahres (BGJ) oder des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ). Vorrangiges Ziel beider Schularten ist es, Jugendliche und junge Erwachsene, die schulische beziehungsweise soziale Probleme haben, in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren.Doch der Bedarf an solchen fortbildungen wird sich durch den demografischen Wandel reduzieren. "Vor dem Hintergrund stark zurückgehender Schulentlass-Zahlen ist es von entscheidender Bedeutung, dass möglichst viele Schulabgänger so rasch wie möglich eine Ausbildung aufnehmen, die ihren Fähigkeiten und Interessen gerecht wird", sagt Wirtschaftsminister Heiko Maas (SPD). Jugendliche müssten schnell und ohne Warteschleife "unmittelbar nach ihrem Schulabschluss in die duale Ausbildung gelangen". Die aktuelle Entwicklung biete die Chance, die Anzahl der Jugendlichen in den Übergangssystemen zu reduzieren.

Jugendliche in eine Ausbildung zu vermitteln, ist auch das Ziel der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BVB). Ein BVB-Träger ist das Burbacher Zentrum für Bildung und Beruf (ZBB) Saar. Marilen Engel, Leiterin der BVB-Abteilung, lehnt den Begriff Warteschleifen allerdings ab: "Es wird immer Jugendliche geben, die nach der Schule keine Ausbildungsreife und somit einen besonderen Förderbedarf haben." 236 Plätze hält das ZBB für BVB-ler bereit. Die Teilnehmer vermittelt die Arbeitsagentur. Genaue Zahlen hat Engel nicht, doch "von denen, die durchhalten, schaffen 60 bis 70 Prozent den Sprung in eine betriebliche Ausbildung. Viele beginnen aber auch eine schulische Ausbildung, und wir selbst bilden auch aus."

Den Schritt in eine betriebliche Ausbildung hat Sebastian Schug geschafft. Der 18-Jährige nimmt seit Oktober an der Bildungsmaßnahme teil, hat seitdem mehrere Praktika absolviert und beginnt am 1. August bei der Möbel Fundgrube eine Ausbildung zur Fachkraft für Möbel-, Küchen und Umzugsservice. "Ich freue mich sehr", sagt der künftige Lehrling. Über das ZBB weiß der Sulzbacher mit mittlerem Bildungsabschluss nur Gutes zu berichten: "Bevor ich hierhergekommen bin, habe ich mich geschämt, weil ich arbeitslos war." In Burbach habe man ihn gefördert, sein Selbstvertrauen gestärkt, und besonders die individuelle Betreuung durch seinen Bildungsbegleiter habe ihm geholfen, sich zu orientieren und richtig zu bewerben. "Ab August werde ich dann für mein Geld selbst arbeiten. Und das gibt mir ein gutes Gefühl"

zbb-saar.de

Kirkel. Die Fachhochschulreife hat Elena Simeone zwar in der Tasche, mit einer Ausbildung hat es bislang aber noch nicht geklappt. "Ich hatte schon einmal eine Lehre angefangen, musste aus privaten Gründen aber abbrechen." Jetzt will die 19-Jährige durchstarten: "Ich würde gerne Kauffrau für Tourismus und Freizeit lernen oder Veranstaltungskauffrau." Ihr Stärken sieht Simeone in ihrer Selbstständigkeit, "aber ich bin auch teamfähig. Außerdem mag ich Kontakt mit Menschen". Alternativ könnte sich die Absolventin der FOS Design auch eine Tätigkeit im kreativen Bereich vorstellen. Ihre E-Mailadresse lautet:

esimeone@web.de. tog Foto: sim

Auf einen Blick

Die Zahl der von der IHK Saarland registrierten neuen Ausbildungsverträge liegt Ende Mai um 13 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (1691 gegenüber 1491). "Die Unternehmen reagieren auf die rückläufigen Schülerzahlen, indem sie frühzeitiger als in vergangenen Jahren Ausbildungsverträge abschließen", so IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch. tog

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