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Leserbrief gelbe Säcke
Noch eine Tonne mehr geht nicht

 Ich bin für den gelben Sack. In einem SZ-Artikel wird seine dünne Wandstärke bemängelt. Man muss den Sack ja nicht bis zum Überlaufen füllen und dann versuchen, alles zusammenzupressen. Falls trotzdem ein Sack aufreißt, kann man ihn ja in einen zweiten stecken.

Fehlbelieferungen werden auch bei einer Tonne auftreten – schön am Boden platzieren und dann den Plastikmüll zum Abdecken darüber. Da passt dann noch mehr rein. Zum Aufstellen: Nicht jeder Haushalt hat genügend Platz, neben der Restmüll-, Bio- und Blauen Tonne noch ein oder mehrere Gefäße aufzustellen. Am Straßenrand stehen lassen ist wohl auch nicht erlaubt. Hauptsache, der Benutzer soll das Problem selbst lösen. Die große Menge an Verpackungsmüll wird beklagt. Viele Obst- und Gemüsesorten muss man nicht verpacken. Orangen und Ähnliches kann man nach dem Abwiegen auch ohne Tüte an die Kasse mitnehmen. Die Kassierer können wohl die Richtigkeit des Waageetikettes erkennen. Aber wenn die Tüten frei verfügbar sind, werden sogar zusammenhängende Bananen manchmal noch eingepackt. Warum gibt es so viele Produkte nur fertig vorverpackt; am besten noch in so großen Mengen, die man vor dem Verderben gar nicht verzehren kann? Auf Gefäße für Speisen und Getränke zum Mitnehmen könnte man ja Pfand erheben; bei den Plastik-Tragetaschen scheint dies doch eine gute Lösung zu sein. Die Industrie hat wohl großes Interesse (und eine gute Lobby), alles Mögliche – auch kleinere Dinge – in große Blisterpackungen zu stecken, sodass das Produkt im Supermarkt schneller eingeräumt werden kann. Wenn ein Produkt nur vorverpackt angeboten wird, nimmt man es halt, auch wenn man die Menge nicht benötigt.


Walter Falkenberg, Neunkirchen