Noch eine Ladesäule für E-Fahrzeuge In St. Ingbert

Öffentliche Ladesäule für Elektrofahrzeuge : Stadt und Kaufland setzen auf Strom

St. Ingbert hat eine weitere Ladestation für E-Fahrzeuge. Sie ist schnell, kostenlos und wird schon rege genutzt.

Seit drei Wochen gibt es die Ladesäule für Elektrofahrzeuge am Kaufland und sie wird bereits rege genutzt, wie der Hausleiter Daniel Wilke beim offiziellen Pressetermin am vergangenen Freitag sagte. Die Zapfsäule, die sich auf dem Parkplatz in Sichtweite beider Markteingänge befindet, bietet drei verschiedene Anschlüsse, mit denen in einer Dreiviertelstunde 80 Prozent der Kapazität eines Fahrzeugs aufgeladen werden können. „Diese Zeit reicht genau für einen Großeinkauf“, sagt Gebietsleiter Peter Zimmer. Aufladen können E-Mobil-Besitzer ihre Fahrzeuge während der Marktöffnungszeiten kostenlos. Bisher hat Kaufland in Völklingen durchaus gute Erfahrungen mit der Installation solch einer Schnellladestation gemacht. „Der Bedarf wird immer größer und unsere erste Ladestation dort ist immer belegt“, so Zimmer, „St. Ingbert haben wir jetzt als Standort ausgewählt, weil hier die meisten E-Fahrzeuge im Saarland zugelassen sind.“

Oberbürgermeister Hans Wagner geht mit seinem Dienstwagen mit gutem Beispel voran und fuhr auch am Freitag mit „Zoe“ vor, um das Angebot auszuprobieren. Er flunkerte etwas, als er bei seiner Ankunft sagte, dass er es gerade noch mit dem letzten Watt bis auf den Parkplatz geschafft habe. Die Anzeige am Armaturenbrett zeigte 56 Prozent und schnell stieg der Balken der Digitalanzeige, als die Leitung von der Ladesäule an den kleinen Flitzer angedockt wurde. „Bisher haben wir sechs öffentliche Ladestellen. Nun haben wir eine mehr und ich bin froh, dass Kaufland das unterstützt“, freute sich der OB darüber, dass es nun für die rund 250 in St. Ingbert zugelassenen E- und Hybridfahrzeuge eine weitere „Tankstelle“ im Stadtgebiet gibt.

Das sei ein weiterer Schritt hin zu mehr E-Mobilität, denn nur bei einem ausreichenden Angebot an Ladestationen sei der Bürger auch bereit, sein Fahrverhalten auf „elektrisch“ umzustellen und den Vorteil der E-Mobilität zu sehen. Und die liege auch in weniger Lärmemission, wie Hans Wagner aus eigenem Erleben weiß. Die bisherigen Ladesäulen in St. Ingbert haben 22 Kilowatt-Anschlüsse, am Kaufland stehen drei von 43 bis 50 Kilowatt, sowohl für Gleich- als auch Wechselstrom zur Verfügung.

Der Tank von Wirtschaftsförderer Thomas Debrand, der mit seinem Elektroroller zur Vorstellung der E-Ladestation gekommen war, konnte nicht gefüllt werden, denn er braucht für seinen „Kumpan“ eine normale Steckdose. „Das ist aber das geringste Problem“, stellte der Gebietsleiter eine Nachrüstung der Ladestation in Aussicht. Daniel Wilke, der Hausleiter des Kaufland, wies noch auf die Art des Stroms hin: „Wir haben zwar noch keine markteigene Photovoltaik-Anlage, aber aus der Säule kommt 100 Prozent Ökostrom.“ Mit der Erneuerung des Daches, die im nächsten Jahr anstünde, werde man aber überlegen, eine Anlage zu installieren, die die E-Fahrzeuge mit Sonnenenergie versorgt.

Mehr von Saarbrücker Zeitung