Neujahrsempfang der Architektenkammer: "Gemeinsam" als Losung

Saarbrücken. Gutes Wetter ist wichtig. Das wissen alle, die bauen. So strahlte gestern die Sonne besonders hell über der "Luminanz"(!), wohin die Architektenkammer des Saarlandes zum Neujahrsempfang geladen hatte. Auch drinnen war man sichtlich um gutes Wetter bemüht. "Gemeinsam" wurde das Wort des Tages

Saarbrücken. Gutes Wetter ist wichtig. Das wissen alle, die bauen. So strahlte gestern die Sonne besonders hell über der "Luminanz"(!), wohin die Architektenkammer des Saarlandes zum Neujahrsempfang geladen hatte. Auch drinnen war man sichtlich um gutes Wetter bemüht. "Gemeinsam" wurde das Wort des Tages. Die Neuwahlen hatten im November einen neuen Vorstand sowie den Wechsel in der Präsidentschaft von Herbert Kiefer zu Heiko Lukas zur Folge, was zu gewissen atmosphärischen Störungen in der Kammer geführt hatte.Daher war Heiko Lukas, im Hauptberuf Professor für Architektur an der Saarbrücker Hochschule für Technik und Wirtschaft, offensiv darum bemüht, für gutes Wetter zu sorgen, indem er den neuen gemeinschaftlichen Ansatz betonte und auf erste Erfolge im Umgang mit dem Neubau des "Vierten Pavillons" verwies. Gemeinsam mehr erreichen, das galt auch für die Stiftung Baukultur Saar, deren Vorstand bislang deckungsgleich mit dem Kammervorstand ist. Er soll um weitere Personen von außerhalb erweitern werden, so Lukas.

Auch intern hat Gemeinsamkeit Vorrang, etwa bei der Berufssicherung. Lukas verwies auf die "verheerenden Folgen" gemeinsam finanzierter Bauvorhaben von öffentlicher und privater Hand und die um sich greifende Trennung von Planen und Bauen, die "Generalübernehmer" gegenüber "in kleinteiligen Strukturen arbeitenden saarländischen Architektenbüros" bevorzuge. Hier wolle man einen Runden Tisch zum Thema Existenzsicherung bei kleineren Büros und Berufsanfängern mit dem zuständigen Ministerium. Gemeinsamkeit betonen, das galt auch für seinen Amtsvorgänger Herbert Kiefer, den Lukas auf die Bühne rief, um ihn zu würdigen, wofür sich Kiefer herzlich bedankte. Dem stand Kulturminister Stephan Toscani, nicht nach, mit Blick auf die Ratschläge der Architekten in Sachen Vierter Pavillon, "die wir gemeinsam vertiefen sollten". Zuvor hatte er in einer Art vorgezogener Wahlkampfrede Schuldenbremse, Demographiewandel, Finanzkrise sowie die Große Koalition angesprochen und damit seine Variante vom gemeinsamen Handeln beigesteuert. sg

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