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Pop-Alben
Gut bedient: Neues Album von Imagine Dragons

Saarbrücken. Normalerweise lassen Musiker mindestens zwei Jahre verstreichen, ehe sie frisches Material abliefern. Imagine Dragons schieben aber nur 16 Monate nach ihrem dritten Album „Evolve“ schon „Origins“ nach. Von Eric Kolling

Das Überraschende: Es ist keineswegs voll drögem Material, das man besser auf eine B-Seite gepackt hätte. Sänger Dan Reynolds und seine drei Kollegen liefern erneut ein durchgängig sehr gut hörbares Poprock-Werk ab, das mit der Erstauskopplung „Natural“ eine knallige, mit der Filmmusik „Zero“ (aus „Ralph reichts 2: Chaos im Netz“) eine spritzig-tanzbare und mit „Bad Liar“ eine ruhige Ballade auf hohem Niveau liefert. Auch die anderen neun Songs dieser Multi-Genre-Scheibe – vom Folk über Elektro bis Hip-Hop – zeichnen sich durch hohen Wiedererkennungswert aus. Alle Hörer gut zu bedienen, das ist es, was die vier Musiker aus Las Vegas aktuell bestens verstehen. Hits fürs Best-of à la „Radioactive“, „Demons“ oder „Thunder“ drängen sich bei „Origins“ zwar nicht auf. Aber um wie 2018 die am häufigsten gestreamte Band bei Spotify zu bleiben, könnte es vielleicht reichen.


Imagine Dragons: Origins
(Interscope).