| 20:36 Uhr

Merzig
Neue Straßenmeisterei in Besseringen

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger übergibt den Zuwendungsbescheid über 2,2 Millionen Euro für das Gewerbegebiet Süd III in Losheim an den Bürgermeister der Seegemeinde, Lothar Christ. Foto: Ministerium
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger übergibt den Zuwendungsbescheid über 2,2 Millionen Euro für das Gewerbegebiet Süd III in Losheim an den Bürgermeister der Seegemeinde, Lothar Christ. Foto: Ministerium FOTO: SZ / Ministerium
Merzig. Ministerium bestätigt Neubau der Außenstelle des Landesbetriebs für Straßenbau im Industriegebiet Bruchwies.

(red) Die Straßen- und Autobahnmeisterei des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) in Merzig bekommt einen neuen Standort. Wie Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger am Freitag mitteilte, ist ein Neubau der LfS-Außenstelle, die bislang im Gewerbegebiet Rieffstraße in Merzig angesiedelt war, jetzt „beschlossene Sache“. Der neue Standort für die Dienststelle befindet sich im Gewerbegebiet Bruchwies in Besseringen, im dortigen Hafengelände.


Der Neubau bedeutet nach Überzeugung der Ministerin für die Mitarbeiter des Landesbetriebes eine erhebliche Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Der bisherige Standort sei in die Jahre gekommen und weise mannigfaltige Defizite auf, heißt es von Seiten des Ministeriums. „Die baulichen Mängel des 1953 errichteten Gebäudes, die beengten Platzverhältnisse und die dadurch schwierigen Arbeitsverhältnisse erforderten dringend eine Neukonzeption. Mit dem Neubau der Außenstelle Merzig in Form einer Kompaktmeisterei schaffen wir optimale Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten“, wird Rehlinger zitiert. Vor allem die Betriebsflächen seien für den heutigen Geräte- und Fuhrpark nicht mehr ausreichend dimensioniert, so die Ministerin.

Der Neubau soll dies ändern: Auf einer Fläche von rund 14660 Quadratmetern wird im Gewerbegebiet  Bruchwies im Stadtteil Besseringen, nur einige Kilometer vom jetzigen Standort entfernt, die neue Straßen- und Autobahnmeisterei entstehen. Mit dem Bau soll nach Auskunft des Ministeriums noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich nach Angaben der Wirtschaftsministerin auf 7,6 Millionen Euro.



„Wir brauchen im Saarland ein leistungsfähiges, sicheres und umweltverträgliches Straßennetz. Das geht nur, wenn sich die Beschäftigten der Meistereien bei Wind und Wetter um unsere Straßen kümmern. Und dafür brauchen sie die richtigen Rahmenbedingungen. Genau diese werden mit der Neukonzeption in Merzig geschaffen“, sagte Anke Rehlinger.

Die geplante Straßenmeisterei umfasst Verwaltungs-, Schulungs- und Technikräume, das Schilder- und das Salzlager, die Werkstatt sowie die Wasch- und die Fahrzeughalle.

Unklar ist, was aus den Plänen der Stadt Merzig wird, auch den städtischen Baubetriebshof zusammen mit der Straßenmeisterei auf dem Areal im Gewerbegebiet Bruchwies anzusiedeln. Die dafür vorgesehene Fläche war im Besitz der Flug-Hafen Saarland GmbH. Diese Landes-Gesellschaft ist Betreiber des Saar-Hafens in Dillingen sowie der Hafenanlagen in Völklingen und Besseringen sowie des Flughafens Ensheim. Um die Verlagerung von Straßenmeisterei und Bauhof möglich zu machen, hatte der Merziger Stadtrat eigens noch zum Jahresende 2017 den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Bruchwies geändert. Diese Änderung war notwendig, da der gesamte Bereich des Gewerbegebietes Bruchwies planungsrechtlich als „Sondergebiet Hafen“ ausgewiesen war.

Ob es nun zu einer gemeinsamen Nutzung des Areals durch die Stadt und den Landesbetrieb und  damit auch zu einer Umsiedlung des Merziger Bauhofes kommen wird, blieb zunächst offen. In der Mitteilung des Wirtschaftsministeriums wird darauf nicht weiter eingegangen, von der Stadt Merzig war am Wochenende keine Stellungnahme hierzu zu erhalten.