Neuanfang bei Stiftung Baukultur: Vorstandswahlen im September

Saarbrücken. Die Stiftung Baukultur, die vor drei Jahren im Saarland ins Leben gerufen wurde, stellt sich neu auf. Am 3. September wird bei einer konstituierenden Sitzung ein neuer Vorstand gewählt. Acht neue Gremien-Mitglieder kommen hinzu

Saarbrücken. Die Stiftung Baukultur, die vor drei Jahren im Saarland ins Leben gerufen wurde, stellt sich neu auf. Am 3. September wird bei einer konstituierenden Sitzung ein neuer Vorstand gewählt. Acht neue Gremien-Mitglieder kommen hinzu. Der Architektenkammer, maßgeblich zuständig für die Stiftung, geht es um eine Verbreiterung der gesellschaftlichen Basis über den Kreis der Architekten hinaus. Die Satzung wurde so geändert, dass in den Vorstand bis zu fünf weitere Personen aufgenommen werden können. Zwei neue Mitglieder kommen bereits jetzt hinzu: Professor Wolfgang Lorch (Architekturbüro Wandel Hoefer Lorch) und Filmproduzentin Barbara Wackernagel-Jacobs.Bisher umfasste der Vorstand drei Personen: den Präsidenten der Architektenkammer (AKS) Professor Heiko Lukas, seinen Stellvertreter Willi Latz und Professor Peter Schweitzer (Schweitzer Bauingenieure, Saarbrücken). Wobei weder Lukas noch Latz künftig für die Rolle des Stiftungs-Vorsitzenden in Frage kommen, wie die AKS mitteilt. Lukas ist wichtig, dass das Amt des AKS-Präsidenten von dem des Stiftungs-Chefs getrennt wird. "Beide Institutionen müssen nach außen mit klar erkennbaren getrennten Stimmen sprechen", so Lukas. Sein Vorgänger Herbert Kiefer hatte sowohl die AKS wie auch die Stiftung vertreten. An der Vermischung der Kompetenzen und Verantwortlichkeiten gab es Kritik.

Auch der Beirat wird erweitert. Dort sitzen jetzt auch Medienvertreter wie Ilka Desgranges (Saarbrücker Zeitung) und Frank Johannsen (Saarländischer Rundfunk). Berufen wurden auch die Architekturkritikerin Dr. Marlen Dittmann, Evi Hager (Unternehmen Hager, Blieskastel), Klaus J. Heller (Bank 1 Saar), Karl Kleineberg (Industriekultur Saar GmbH) und Martin Ruck (Baudirektor, St. Ingbert). Die AKS entsendet sechs Vertreter in den Beirat: Beatrice Ferber, Thomas Hepp, Herbert Kiefer, Susanne Matheis, Ingo Nienas, Michael Schmidt. Die neue Satzung erlaubt 17 Mitglieder (zuvor: elf).

"Wir wollen uns künftig besser darstellen und besser nach außen wirken", sagt AKS-Präsident Lukas, der, wie er sagt, die Veränderung voran getrieben hat. Nach einer ersten Sitzung in neuer personeller Zusammensetzung werde die Stiftung erste inhaltliche Akzente setzen. Klar sei aber jetzt schon, dass regionale Baukultur eine der Hauptaufgaben werde. Die Stiftung war 2009 nach dem Vorbild der Bundesstiftung Baukultur gegründet worden. Die AKS war alleinige Stifterin (50 000 Euro), erster "Zustifter" wurde das Land (25 000 Euro). ce

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort