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Zum Tode des Malers Helmut Butzbach

Zum Tode des Malers Helmut Butzbach

Ein halbes Jahr ist es her, da zeigte das Kuba am Saarbrücker Eurobahnhof noch einmal eine Ausstellung seiner Bilder, vor allem seine so eigenwilligen und eindrücklichen Porträts. Darunter aber auch ein spätes Werk, 2014 nach langer Mühevollendet. "Kreuzigung" heißt es, in der uns Helmut Butzbach das Gesicht des Gottessohns nicht zeigt; es scheint bloß unter Farbschichten durchzuschimmern - wie aus einer anderen Welt. Damals war bereits zu ahnen, dass dies seine letzte Ausstellung sein würde. Jetzt ist der saarländische Maler gestorben.

1938 in Neunkirchen geboren, fiel sein Talent früh auf. 1952, erst 14 Jahre jung, begann er an der Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken seine Ausbildung bei Boris Kleint. Ein Stipendium brachte ihn Ende der 50er Jahre zu Oskar Kokoschkas Sommerakademie nach Salzburg. Was Spuren hinterließ in seinem Schaffen. Viele Ausstellungen folgten, doch man nahm ihn vor allem in der Region wahr. Butzbach blieb auch verwurzelt hier, lebte lange Jahre im Nauwieser Viertel und verdiente sein Brot in der Werbe- und Plakatabteilung des damaligen PeKa-Kaufhauses. Ein uriger Typ mit wildem Haar und unverkennbar saarländischem Idiom war er - und begabt mit enormen Talent.