Wasserstoff-Tankstelle in Norwegen explodiert

Neue Antriebsformen : Wasserstoff-Tankstelle in Norwegen explodiert

Die Explosion in einer Wasserstofftankstelle in Norwegen ist ein Rückschlag für diesen alternativen Antrieb. Die Autobauer Hyundai und Toyota haben angekündigt, bis auf Weiteres in dem Land keine Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb mehr auszuliefern.

Die Lieferung werde vorübergehend gestoppt, die Autos stünden aber weiter zum Verkauf, sagte der Sprecher von Toyota Norwegen, Espen Olsen. Toyota halte aber definitiv an der Technik fest. Man versuche nun, mit den rund 60 Kunden in Kontakt zu kommen, die solche Fahrzeuge in Norwegen besäßen. Sie erhielten Leihfahrzeuge.

Ähnlich reagierte auch Hyundai, das laut eigenen Angaben etwa 100 Wasserstoffkunden in Norwegen hat und diesen nun leihweise Ersatzfahrzeuge zur Verfügung stelle. „Wir haben die Lieferung auf Eis gelegt“, sagte Florian Büngener von Hyundai Europa. Toyota und Hyundai sind die einzigen Hersteller, von denen solche Fahrzeuge derzeit auf Norwegens Straßen unterwegs sind.

In der Wasserstofftankstelle in Sandvika bei Oslo war es am Montagabend zu einer Explosion gekommen, vermutlich in einem Hydrogentank. Schwerer verletzt wurde niemand. Nach dem Unglück schloss der Betreiber Uno-X auch die beiden anderen Tankstellen dieser Art in Norwegen bis auf Weiteres, um die Ursachen zu untersuchen. Auch in Dänemark wurden Berichten zufolge alle acht Wasserstoffstationen geschlossen.

(dpa)
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