Vorerst kein Arbeitslosengeld im EU-Ausland aus der Heimat

Jobhilfen über die Grenze hinweg : Vorerst kein Arbeitslosengeld im EU-Ausland aus der Heimat

Brüssel Die EU-Länder haben Pläne zur engeren Zusammenarbeit in der Arbeitslosenversicherung vorerst ausgebremst. Das gilt auch für die angekündigte Neuerung, wonach Jobsuchende im EU-Ausland bis zu sechs Monate Arbeitslosenunterstützung aus der Heimat bekommen sollten.

Dies habe im Rat der EU-Länder nicht die nötige Mehrheit gefunden, bestätigte gestern ein EU-Diplomat. Nach Informationen der Linken stellte sich auch Deutschland quer. Nächste Woche werde es weitere Gespräche geben, hieß es aus der EU-Kommission. Ursprünglich hatten sich Unterhändler des EU-Parlaments und der rumänische Vorsitz der EU-Länder Mitte März auf die Pläne geeinigt. Die Zustimmung des Rats war eigentlich nur Formsache. Doch kam sie nicht zustande. Einige „zentral- und nordeuropäische Staaten“ hätten die gefundene Regelung zur Arbeitslosenversicherung nicht mittragen können, erklärte der EU-Diplomat. Einige osteuropäische Staaten hätten zudem Einwände gegen andere Klauseln gehabt.

(dpa)