Volkswirte prognostizieren steigende Arbeitslosigkeit.

Zuversicht bei Verbrauchern geht zurück : Volkswirte fürchten Rückgang im Konsum

Volkswirte führender deutscher Finanzinstitute fürchten ein Übergreifen der Flaute in der Industrie auf andere Wirtschaftszweige. Deshalb werde jetzt auch die Konsumbereitschaft vieler Verbraucher zurückgehen, zumal wieder die Angst vor dem möglichen Verlust des Arbeitsplatzes über Investitions- und Konsumentscheidungen entscheide.

„Besorgniserregend ist vor allem der eingetrübte Arbeitsmarktausblick. Damit dürfte auch die derzeit wichtigste Säule der deutschen Konjunktur – der private Konsum – zunehmend wackeln“, sagte Katharina Utermöhl von der Allianz in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit wird am kommenden Mittwoch ihre Arbeitsmarktstatisik für den Oktober vorstellen. Zuletzt hat das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK in seiner Prognose für das Konsumklima im November den niedrigsten Wert seit Herbst 2016 erhoben. Derzeit schwinde der Optimismus der Verbraucher, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erwartet, dass sich wegen der schwächeren Konjunktur der Arbeitsmarkt nicht verbessern wird.  Marc Schattenberg von der Deutschen Bank sieht zwei Trends. Die exportorientierte Wirtschaft leide unter anhaltendem Abschwung, während der binnenwirtschaftlich ausgerichtete Dienstleistungssektor und die Bauwirtschaft weiter für konjunkturellen Auftrieb sorgten.