Unternehmen schätzen die konjunkturelle Lage zunehmend schlechter ein.

Konjunktur : Die Wirtschaft verliert an Schwung

Die Unternehmen schrauben ihre Erwartungen nach unten.

Der Höhenflug der Wirtschaft hat erneut einen Dämpfer bekommen. Der Optimismus der Firmen geht erneut zurück. Das zeigt die Konjunkturumfrage der IHK im Saarland ebenso wie die des Münchner Ifo-Instituts.

Bei den Saarländern hat sich die Einschätzung der Lage im Februar weiter abgekühlt. Der IHK-Lageindikator fiel demnach um 1,3 Punkte auf nunmehr 35,1 Zähler. Damit liegt er rund ein Drittel unter seinem Allzeithoch vom Februar des vergangenen Jahres. Dahinter stehen vor allem Umsatz- und Produktionsrückgänge in der Industrie. Nochmals leicht eingetrübt haben sich auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate.

Der IHK-Erwartungsindikator verringerte sich um 0,7 Punkte auf minus 3,4 Zähler. Er liegt damit zum dritten Mal in Folge im negativen Bereich. „Die schwache weltwirtschaftliche Entwicklung schlägt immer stärker auf die Saarwirtschaft durch“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen. „Rückläufige Exporte und weniger Investitionen angesichts der zunehmenden Unsicherheit belasten vorwiegend die Saarindustrie.“ Dadurch sei wegen des hohen Industrieanteils im Saarland die gesamte Saarwirtschaft betroffen, sagt er. Stabilisierend sei der weiterhin gute private Konsum in einem robusten Arbeitsmarkt.

Auch deutschlandweit hat sich die Stimmung weiter verschlechtert. Das Ifo-Geschäftsklima fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Punkte auf 98,5 Punkte, teilte das Ifo Institut mit. Damit liegt das Stimmungsbarometer nach dem sechsten Rückgang in Folge auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2014. „Die Sorgen in den deutschen Chefetagen nehmen weiter zu“, sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest. „Die deutsche Konjunktur bleibt schwach.“

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