Thyssen-Krupp prüft Verkauf seiner Aufzugssparte

Neben geplantem Börsengang : Thyssen-Krupp will Aufzugssparte verkaufen

Der Industriekonzern Thyssen-Krupp prüft neben dem geplanten Börsengang auch einen möglichen Verkauf seiner profitablen Aufzugssparte. Das Unternehmen habe „einen strukturierten Prozess für die Bewertung von Angeboten von strategischen Investoren und Finanzinvestoren eingeleitet“, teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit.

Das „Handelsblatt“ hatte zuvor berichtet, das Management um Vorstandschef Guido Kerkhoff habe in den vergangenen Tagen Briefe an potenzielle Interessenten geschrieben, in denen diese zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert worden seien. Ein konkretes Angebot liege dem Vernehmen nach bislang nicht auf dem Tisch.

Der Börsengang der Aufzugssparte werde weiter vorbereitet, hieß es bei Thyssen-Krupp. Mit der Prüfung von Kaufangeboten wolle man sicherstellen, dass die Entscheidung über Börsengang oder Verkauf für das Unternehmen, seine Mitarbeiter und Kunden „nachhaltig und die beste ist“. Interesse an einem Kauf der Aufzugssparte haben laut Kerkhoff eine Reihe von Investoren signalisiert. Auch der finnische Aufzugbauer Kone soll Medienberichten zufolge seine Fühler ausgestreckt haben. Thyssen-Krupp braucht Geld für den geplanten Konzernumbau.