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Tarifrunde im Einzelhandel im Saarland bleibt ohne Ergebnis

Verhandlungen um höhere Löhne : Tarifrunde im Einzelhandel bleibt ohne Ergebnis

Gewerkschafter und Arbeitgeber kommen sich bei Forderungen und Angeboten nicht näher.

Die erste Tarifrunde für die 40 000 Beschäftigten im saarländischen Einzelhandel ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das teilten Gewerkschaft und Arbeitgeberverband am Montag (13. Mai) mit. Verdi bezeichnete das Angebot der Arbeitgeber als „inakzeptabel“, die wiederum wiesen die Gewerkschaftsforderung als „überzogen“ zurück.

Der Arbeitgeberverband hatte eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,5 Prozent ab dem 01. Mai 2019 angeboten und eine weitere von 1,0 Prozent ab dem 01. Mai 2020. Außerdem beinhaltet das Angebot eine Laufzeit der Tarifverträge von 24 Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen zum 1. September angehoben werden.

Verdi wiederum fordert eine Anhebung der Gehälter in der Gehaltsgruppe II ab dem sechsten Tätigkeitsjahr von 2579 Euro auf 2800 Euro sowie ansonsten eine Erhöhung um 163 Euro. Weiter sollen die Ausbildungsvergütungen im ersten Ausbildungsjahr auf 1000 Euro steigen – mit einer weiteren Anhebung um 100 Euro pro Jahr. Der Tarifvertrag soll zwölf Monate Laufzeit haben und für allgemeinverbindlich erklärt werden.