Stromproduzent Steag rutscht in die roten Zahlen

Voerde/Saarbrücken · Der niedrige Börsenstrompreis infolge der Energiewende hat den Kohleverstromer Steag 2016 in die roten Zahlen gedrückt. Nach einem knappen Gewinn von 37 Millionen Euro im Vorjahr fiel 2016 unter dem Strich ein Verlust von 220 Millionen Euro an, wie Steag-Chef Joachim Rumstadt in Voerde am Niederrhein mitteilte. Operative Gewinne habe Steag fast nur noch mit Auslandskraftwerken erzielt, in Deutschland seien mit dem Kraftwerksgeschäft Verluste angefallen. Der Druck auf das Unternehmen werde auch in den nächsten drei bis vier Jahren anhalten, sagte Rumstadt. Für 2017 rechnet Steag-Finanzchef Michael Baumgärtner mit einem Ergebnis knapp über oder unter Null.

Steag ist einer der größten deutschen konventionellen Stromversorger. Im Saarland gehören die Kohlemeiler in Göttelborn, Bexbach und Völklingen-Fenne dazu. Mit einem Sparprogramm sollen bis 2020 von den 6100 Steag-Jobs 800 bis 1000 Stellen abgebaut werden. Kraftwerke werden geschlossen. Steag gehört einem Konsortium von sieben Ruhrgebiets-Kommunen. Sie bekommen trotz der Verluste eine Ausschüttung von 55 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 80 Millionen Euro.

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