Stromkunden müssen Strafzinsen zahlen

Stromnutzer : Strafzinsen nach Ökostrom-Umlage

() Deutschlands Stromkunden müssen neben der Energiewende neuerdings auch Strafzinsen auf die milliardenschwere Ökostrom-Umlage finanzieren. Nach einer Übersicht der vier Netzbetreiber flossen dafür alleine bis Juni rund 820 000 Euro ab. Mit der Umlage, die Verbraucher über die Stromrechnung zahlen, wird der Ausbau erneuerbarer Energien finanziert. Sie fließt auf separate Konten der Netzbetreiber, die die EEG-Zahlungen abwickeln. Mit den Guthaben wurde eine Liquiditätsreserve aufgebaut. Dieser Puffer federt Schwankungen ab, wenn sich die prognostizierte und tatsächliche Ökostrom-Erzeugung unterschiedlich entwickeln.

() Deutschlands Stromkunden müssen neben der Energiewende neuerdings auch Strafzinsen auf die milliardenschwere
Ökostrom-Umlage finanzieren. Nach einer Übersicht der vier
Netzbetreiber flossen dafür alleine bis Juni rund 820 000 Euro ab. Mit der Umlage, die Verbraucher über die Stromrechnung zahlen, wird der Ausbau erneuerbarer Energien finanziert. Sie fließt auf separate Konten der Netzbetreiber, die die EEG-Zahlungen abwickeln. Mit den Guthaben wurde eine Liquiditätsreserve aufgebaut. Dieser Puffer federt Schwankungen ab, wenn sich die prognostizierte und tatsächliche Ökostrom-Erzeugung unterschiedlich entwickeln.

Das Geld aus der Rücklage wird breit gestreut angelegt. Wegen hoher Guthaben-Bestände werden in Folge der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auf einen Teil inzwischen Strafzinsen fällig. Ende Juni ist das Guthaben auf dem EEG-Konto zwar leicht gesunken. Das Reservepolster betrug aber noch fast 4,9 Milliarden Euro. Das ist so viel wie nie in einem Sommer.

Um Negativzinsen zu begrenzen, senken die Netzbetreiber die Reserve, um so die Milliarden-Überschüsse auf dem EEG-Konto abzubauen. Verbraucher würden durch eine niedrigere Reserve entlastet. Ende April schlug auf dem EEG-Konto ein Puffer von 5,34 Milliarden Euro zu Buche. Im ersten Halbjahr sei die Menge des verbrauchten Wind- und Sonnenstroms auf ein Rekordhoch geklettert, so die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf das Umweltbundesamt. Experten erwarteten, dass die Ökostrom-Umlage im kommenden Jahr voraussichtlich fällt und Stromkunden davon profitieren werden. 2017 beträgt die EEG-Umlage 6,880 Cent pro Kilowattstunde.

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