Wegen der US-Stahlzölle Stahlindustrie will mehr Schutz vor Importen

Düsseldorf · Die deutsche Stahlindustrie fordert mehr Schutz vor den Folgen der US-Strafzölle auf Stahlimporte. Die bisherigen Maßnahmen der EU hätten nicht gereicht, um Ausweichlieferungen nach Europa zu verhindern, kritisierte die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Dienstag.

„Bereits im vergangenen Jahr sind die Stahlimporte in die EU um elf Prozent auf ein neues Rekordniveau von 45 Millionen Tonnen gestiegen, während sie in den USA um 13 Prozent gesunken sind“, sagte der Präsident des Branchenverbands, Hans Jürgen Kerkhoff.

Die Absicht der EU-Kommission, die Menge zollfreier Stahleinfuhren weiter zu erhöhen, würde „unmittelbar zu Lasten der heimischen Industrie gehen“, deren konjunkturelle Lage sich eingetrübt habe, warnte Kerkhoff. Nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung soll das Kontingent an zollfreien Stahleinfuhren zum 1. Juli um fünf Prozent steigen. Auf Importe oberhalb dieser Freimengen muss Zoll in Höhe von 25 Prozent gezahlt werden.

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