Stahlarbeiter im Saarland bekommen 3,7 Prozent mehr Geld

Tarifeinigung : Mehr Geld für Stahlarbeiter an der Saar

Die Tarifparteien einigen sich auf ein Plus von 3,7 Prozent.

Die Beschäftigten der Stahlindustrie an der Saar können sich über mehr Geld freuen. In der Nacht zu Freitag einigten sich der Verband der Saarhütten und die IG Metall auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 15 100 Beschäftigten „im Saarland, Wetzlar und Kehl“, teilten sie mit. Demnach werden Löhne und Gehälter ab 1. Juni 2019 um 3,7 Prozent erhöht bei einer Laufzeit von 26 Monaten. Zusätzlich bekommen die Arbeiter und Angestellten eine Pauschale von 100 Euro für die Monate April und Mai 2019 sowie ab Januar 2020 eine zusätzliche tarifliche Vergütung von 1000 Euro pro Jahr, die gestaffelt auch in freie Tage gewandelt werden kann.

IG-Metall-Verhandlungsführer Jörg Köhlinger bezeichnet die Einigung als ein Ergebnis, „das den Stahlbeschäftigten eine mehr als ordentliche Entgelterhöhung und die Möglichkeit auf mehr freie Zeit gibt.“ Der Vertreter der Saarhütten, Albert Hettrich, sieht allerdings die Gefahr, dass der Tarifvertrag „vor dem Hintergrund der großen strukturellen Herausforderungen“, vor denen die Industrie stehe, „zu einer ernstzunehmenden Bedrohung werden kann.“