Sparda macht Geldanlage begreifbar

Finanzen : Sparda Bank macht Geldanlage begreifbar

Was passiert mit Geld, das bei Nullzins und über einem Prozent Inflation auf dem Sparbuch liegt? Es verliert an Substanz. Wie so etwas faktisch aussieht, zeigt die Sparda Bank Saarbrücken aktuell in einer Ausstellung mit dem Fonds-Anbieter Union Investment. Da fliegen von einer glatten, soliden Kugel ständig kleine Teile weg, bis sie irgendwann löchrig ist wie ein Himmelskörper nach einem Kometenbeschuss. „Für viele Menschen ist es schwer, sich Geld­entwicklung wirklich vorzustellen“, sagt Sparda-Sprecher Andreas Manthe. „Deshalb setzten wir auf die bildliche Darstellung, um zu zeigen, was mit dem Geld passiert.“

Ziel der Wanderausstellung ist es, diese Entwicklung begreifbar zu machen. Mit dem Symbol der Bälle zeigt die Ausstellung beispielsweise, wie instabil ein Depot ist, das nur auf eine Anlageform setzt, wie sich Anlagen bei bestimmten Zinssätzen entwickeln und welche Chancen auch Investitionen in Aktienfonds bringen. „Sinn ist aber auch, Schülern das Thema Geldanlage überhaupt zu erklären“, sagt Manthe. Denn in der Schule kommt dieses Thema häufig zu kurz.

Letztlich soll es natürlich auch dazu dienen, dass sich die Kunden über Geldanlagen wie Fonds oder Aktien Gedanken machen. „Wir wollen damit aber nicht primär Produkte verkaufen“, sagt Manthe. Eher gehe es darum, der in Deutschland vorherrschenden Scheu vor solchen Anlagen entgegenzuwirken. Denn die Deutschen hätten zwar rund fünf Billionen Privatvermögen. Doch davon lägen vier Fünftel in Tagesgeld und auf Sichtkonten. „Und dort verlieren  sie jeden Tag an Wert“, sagt Manthe.

Die Ausstellung ist noch bis Anfang kommender Woche in der Filiale Bahnhofstraße in Saarbrücken zu sehen.

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