Regeln für autonomes Fahren „Selbst fahrende Autos dürfen kein Risiko sein“

Berlin · () Die von der Bundesregierung eingesetzte Ethik-Kommission zu den Herausforderungen und Anforderungen beim autonomen und vernetzten Fahren hat gestern ein 20-Punkte-Programm als Ergebnis ihrer Arbeit vorgelegt. Diese Regeln sind als Leitlinien für Programmierer, Politik und Gesetzgeber gedacht.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte,  Deutschland sei ,,das erste Land der Welt, das neben den technischen und regulatorischen Entwicklungen auch die ethischen Fragen“ in dieser Breite diskutiert habe. Der Kommissionsbericht könne ,,Eckpfeiler für ein nationales und internationales Regelwerk“ bieten. Das automatisierte und vernetzte Fahren sei ,,ethisch geboten, wenn die Systeme weniger Unfälle verursachen als menschliche Fahrer“, betonte der Vorsitzende der Ethik-Kommission, der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio. Schon mit den vorhandenen elektronischen Fahrassistenzsystemen im Auto gebe es einen Sicherheitsgewinn.

Der Mensch dürfe nicht zum ,,bloßen Netzwerkelement“ degradiert werden, warnte die Kommission, die sich aus Rechts- und Sozialwissenschaftlern, Kirchenvertretern, Technikexperten, Verbraucherschützern, Softwareentwicklern und Vertretern der Autoindustrie zusammensetzt.