Schwierige Tarifverhandlungen für Chemie- und Pharmabranche in Hannover

Viel Diskussionsbedarf : Holpriger Start für Tarifgespräche in der Chemiebranche

Zum Auftakt der bundesweiten Tarifverhandlungen für die Chemie- und Pharmabranche in Hannover sehen beide Seiten viel Diskussionsbedarf. In der Auslegung der Branchenlage seien beide Seiten „meilenweit auseinander“, sagte der Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Ralf Sikorski.

Auch der Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbands BAVC, Georg Müller, sagte, es werde zunächst um die Interpretation der wirtschaftlichen Situation gehen: „Wenn wenig Spielraum da ist, sind Tarifverhandlungen immer sehr schwer.“

Die erste Verhandlungsrunde mit knapp 200 Teilnehmern ist auf zwei Tage angesetzt. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Verhandlungen am 21. November in Wiesbaden fortgesetzt werden. In den Gesprächen geht es um die Arbeitsbedingungen von rund 580 000 Beschäftigten. Die IG BCE fordert neben einem spürbaren Lohnplus unter anderem mehr Qualifizierungsangebote.

(dpa)
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