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Berlin/München : Schulz attackiert Siemens

Berlin/München : Schulz attackiert Siemens

Der geplante Abbau tausender Arbeitsplätze bei Siemens ist nach Auffassung von SPD-Chef Martin Schulz „völlig inakzeptabel“. Schulz sprach in Berlin von „verantwortungslosen Managern“. Er kritisierte im Bundestag: „Wenn es hart wird, muss am Ende die Belegschaft bluten.“ Mit Blick auf öffentliche Aufträge für Siemens kritisierte Schulz, der Konzern habe jahrzehntelang vom deutschen Staat profitiert. Außerdem mache Siemens Rekordgewinne: „Was Siemens hier macht, gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Der bestehe auch aus Vertrauen. Siemens zerschlage dieses Vertrauen.

Der geplante Abbau tausender Arbeitsplätze bei Siemens ist nach Auffassung von SPD-Chef Martin Schulz „völlig inakzeptabel“. Schulz sprach   in Berlin von „verantwortungslosen Managern“. Er kritisierte im Bundestag: „Wenn es hart wird, muss am Ende die Belegschaft bluten.“ Mit Blick auf öffentliche Aufträge für Siemens kritisierte Schulz, der Konzern habe jahrzehntelang vom deutschen Staat profitiert. Außerdem mache Siemens Rekordgewinne: „Was Siemens hier macht, gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Der bestehe auch aus Vertrauen. Siemens zerschlage dieses Vertrauen.

Der Industriekonzern will wegen schlechter laufender Geschäfte in der Kraftwerks- und Antriebstechnik weltweit rund 6900 Jobs streichen, etwa die Hälfte davon in Deutschland. Zwei Standorte in den sächsischen Städten Görlitz und Leipzig mit zusammen 920 Arbeitsplätzen sollen geschlossen werden. Einschnitte sind auch in Berlin, Offenbach und Erfurt geplant. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer sagte im Bundestag, Siemens müsse auf die Weltmarktlage für Gasturbinen reagieren, die sich verschlechtert habe. Dies sei eine Reaktion auch auf die Energiewende, die politisch gewollt sei. Pfeiffer bedauerte den Jobabbau. An die Adresse von Schulz meinte er aber: „Siemens-Bashing hilft uns nicht weiter.“

Ein Siemens-Sprecher sagte, das Unternehmen habe einen „fairen und offenen Dialog“ zugesagt und die Arbeitnehmervertreter zu Gesprächen eingeladen. Diese seien bedauerlicherweise nicht gesprächsbereit. Dem widersprach Siemens-Gesamtbetriebsratschefin Birgit Steinborn Die Ankündigung des Vorstands sei „keine Basis für Verhandlungen“. Ähnlich formulierte es IG-Metall-Vorstandsmitglied Jürgen Kerner.

(dpa)