Scheuer kritisiert Gehaltserhöhung bei Vorständen der Deutschen Bahn

„Erst bessere Ergebnisse, dann bessere Vergütung“ : Scheuer kritisiert steigende Gehälter für Bahn-Vorstände

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat eine geplante Gehaltserhöhung bei Bahn-Vorständen als „falsches Signal“ bezeichnet. „Deshalb habe ich bereits letzte Woche meinem Vertreter im Aufsichtsrat deutlich gemacht, die Überlegungen zu stoppen.

Ich bin überzeugt, dem werden sich die weiteren Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat anschließen“, sagte er. „Das Grundprinzip erst bessere Ergebnisse, dann bessere Vergütung, steht für mich ganz oben.“ Der Bund ist Eigentümer der Deutschen Bahn. Die Bundesregierung stellt im Aufsichtsrat drei von 20 Mitgliedern.

Für einen Teil des bisher sechsköpfigen Bahn-Vorstandes wurde eine Gehaltserhöhung von 400 000 auf 585 000 Euro im Jahr vorgeschlagen, wie am Sonntag aus Aufsichtsratskreisen verlautete. Das Kontrollgremium solle am Donnerstag darüber beraten. Zuerst hatte die Bild am Sonntag über die Pläne berichtet.

Der Vorschlag für die Gehaltserhöhung für einen Teil des Vorstandes gehe auf ein internes Gutachten der Unternehmensberatung Kienbaum zurück. Danach seien die Einstiegs-Gehälter für Bahn-Vorstände im Vergleich zu anderen großen Unternehmen zu niedrig.