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Sarah bringt die Saarwirtschaft in Schwung

Sarah bringt die Saarwirtschaft in Schwung : Sarah bringt die Saarwirtschaft in Schwung

Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (gwSaar) beschreitet neue Wege der Kommunikation.

. Die Landesregierung hat am Freitag ihr Personal verstärkt. Zwar kann man zunächst nur von einer Neueinstellung reden, doch die hat schon am ersten Tag gewaltig von sich reden gemacht. Die „Neue“ heißt Sarah. Und ihr Chef Thomas Schuck ist schon mächtig begeistert von ihr. Das ist auch kein Wunder, denn Sarah verfügt über zahlreicher Fähigkeiten, die sie gerade im digitalen Zeitalter nahezu unentbehrlich macht.

Sarah spricht drei Sprachen und steht allen Ernstes 24 Stunden rund um die Uhr als Arbeitskraft zur Verfügung. Und ist, wen wundert es, angesichts solcher Ankündigungen auch nicht in einer Gewerkschaft, was ihre oberste Chefin, Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD), bei Sarahs Vorstellung spontan zu der Bemerkung veranlasste: „Was nicht ist, kann ja noch werden.“ Wird Sarah jetzt zum Albtraum für jeden Arbeitnehmer, der den digitalen Fortschritt mit Skepsis beobachtet, ob nun  in den Ministerien oder anderswo?  Nein! Entwarnung!“

Sarah ist zwar voll digital, aber gleichzeitig auch nur virtuell präsent: eine virtuelle Assistentin sozusagen. Sie soll als Tool das Standortmarketing des Saarlandes ergänzen. Wie das funktioniert? Sarah soll einen ersten Kontakt zu Unternehmern sowie weiteren Interessenten auf Messen und zahlreichen anderen Veranstaltungen unter Mitwirkung der Landesregierung  herstellen. Sie soll Interesse für ein Engagement im Saarland wecken. Hinter Sarah verbirgt sich eine Schauspielerin. Diese hat dem Tool in einem Studio Mimik und Stimme gegeben, wird zu einem späteren Zeitpunkt selbst bei verschiedenen Veranstaltungen des Landes lebendig als Person zu sehen sein. Die Projektion der Schauspielerin, also Sarah, besteht aus ausgeklügelter Technik. Sarah wird in der Originalgröße von 1,70 Metern von einem Projektor auf eine dahinter angebrachte Acrylglasscheibe projiziert. Nähert man sich dem Technik-Tool, werden Sensoren und Lautsprecher aktiv, die  Sarah sprechen lassen. Durch die Reaktion des Sensors  „erwacht“ Sarah und der Film mit ihrer Darstellung beginnt.

Entwickelt hat das System die Firma Tensator. Deren Managerin  Maria Stancikova sagt, dass solche Systeme wie Sarah schon seit einigen Jahren an Flughäfen zu finden sind. Sie übernehmen dort Lotsendienste, etwa den Weg zum Check In. Wer an einem Pult eine Visitenkarte hinterlässt, bekommt von Sarah den Hinweis einer schnellen Erledigung der Anfrage. Die Bearbeitung übernimmt das Büro der gwSaar in Berlin, das innerhalb von 24 Stunden reagiert. Das Land hat in er ersten Phase drei „Mitarbeiter“  vom Typ Sarah bestellt. Ein Tool steht in der Vertretung des Saarlandes in Berlin, zwei weitere sollen auf Messen und Veranstaltungen des Wirtschaftsministeriums zum Einsatz kommen.