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Saarbrücker ZF-Werk erhält größten Einzelauftrag in Unternehmensgeschichte

Größter Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte : ZF Saarbrücken bekommt Rekordauftrag

Das ZF-Werk in Saarbrücken ist wohl für die nächsten Jahre gesichert. Das Unternehmen hat einen Riesenauftrag von BMW für die nächste Generation des Achtgang-Automatikgetriebes bekommen. Hybridtechnik spielt dabei eine große Rolle.

Freude bei ZF für die rund 9000 Mitarbeiter in Saarbrücken. Der Autozulieferer hat von BMW für das saarländische Getriebewerk „den größten Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte von ZF“ bekommen, sagt Konzernchef Wolf-Henning Scheider.

Das Auftragsvolumen beläuft sich nach Angaben des Unternehmens auf einen zweistelligen Milliardenbetrag. Dabei geht es um das weiterentwickelte Achtgang-Automatik-Getriebe. Dies umfasst auch in hohem Maß Varianten für den Hybrid-Antrieb. Der Serienstart ist für 2022 geplant. BMW ist auch bisher schon einer der größten Kunden.

ZF hatte im Dezember bereits angekündigt, 800 Millionen Euro in Saarbrücken für den Aufbau einer verstärkten Produktion von Getrieben für Hybrid-Antriebe zu investieren. „Das ist eine Bestätigung unserer Strategie, bei der Elektrifizierung von Pkw neben dem reinen E-Antrieb auf Plug-in Hybridantriebe als alltagstaugliche Lösung zu setzen und entsprechend attraktive Produkte zu entwickeln“ sagte Konzernchef Scheider. „Für das Saarbrücker Werk bedeutet das eine Auslastung in längerfristigem Horizont“, sagte Stephan von Schuckmann, Leiter der ZF-Division Pkw-Antriebstechnik.

Vermutlich bis 2030 ist ein Großteil der Produktion gesichert. Der BMW-Großauftrag lastet das Werk allerdings nicht komplett aus. „Wir müssen natürlich weitere Aufträge gewinnen“, sagt von Schuckmann. Und da ist ihm nicht bange. „Wir sind in konkreten Gesprächen.“ Die Nachfrage sei hoch. Der Grund dafür ist die besondere Technik, die ZF anbietet. Das Getriebe ist ein Baukastensystem. „Dank der modularen Bauweise ist die neue Getriebegeneration in allen Pkw-Anwendungen einsetzbar - in den konventionellen wie auch in den elektrifizierten sagt Michael Hankel, der im ZF-Vorstand unter anderem verantwortlich für Pkw- Antriebstechnik.