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Saar-Unternehmen sparen Energie durch Projekt Marie

Saar-Unternehmen sparen Energie durch Projekt Marie

Im zweijährigen Modellprojekt „Marie“ sind mittelständische Unternehmen zu einem Netzwerk zusammengekommen. Mit gutem Ergebnis: Der Energieverbrauch der Teilnehmer sank deutlich.

Bei Unternehmen besteht noch erhebliches Energie-Einsparpotenzial. Das ist eine Erkenntnis des Projekts "Marie: Machs's richtig: Energieeffizient", an dem im Saarland als Pilotregion zehn Unternehmen über zwei Jahre beteiligt waren. "Die Teilnehmer haben pro Jahr ihre Energiekosten um fünf bis zwölf Prozent senken können", sagt Eva-Maria Kiefer, die bei der Energieberatung Arge Solar Ansprechpartnerin für das Projekt war. Bei Marie ging es darum, mittelständische Unternehmen zu einem Netzwerk zusammenzuschließen und einen Dialog über Energieeffizienzmaßnahmen zu ermöglichen. Deutschlandweit waren 41 Firmen in vier Pilotregionen beteiligt.

"Wir haben sehr positive Rückmeldungen bekommen", sagt Kiefer. Gerade die regelmäßigen Treffen der Firmenvertreter hätten viele neue Impulse und Ideen gebracht. Sparpotenzial gab es demnach in unterschiedlichsten Bereichen. So berichtet Gerhard Kempf vom Martinshof in St. Wendel, dass er die gesamte Beleuchtung umgestellt habe, aber auch ein Projekt aufgesetzt habe, um die Abwärme des Stromgenerators nutzen zu können. Insgesamt erwartet er dadurch eine Einsparung von 30 Prozent. Viel Potenzial sei aber auch bei Firmen, die mit Druckluft arbeiten, sagt Kiefer. Da reiche es oft schon aus, Leckagen zu orten und abzudichten, um Einsparungen zu realisieren. Sinnvoll sei aber auch, die Abwärme der Anlagen besser zu nutzen oder über eine entsprechende Messtechnik den Einsatz der Maschinen im Betrieb zu optimieren.

Jürgen Barke , Staatssekretär im Wirtschaftsministerium (SPD ), sagt, dass auch nach dem Auslaufen von Marie nicht Schluss ist: Wir prüfen derzeit die Unterstützung neuer Energieeffizienz-Netzwerke für kleine und mittlere Unternehmen." Kiefer zufolge sind auch die Unternehmen an einer Fortführung interessiert: "Die Hälfte würde gerne weitermachen", sagt sie.