Ryanair will künftig auch in Frankfurt landen

Ryanair will künftig auch in Frankfurt landen

Der irische Billigflieger Ryanair will künftig ab dem Flughafen Frankfurt mehrere Ziele bedienen, darunter auch Mallorca und Alicante. Zwei Flugzeuge werden in Frankfurt stationiert. Weitere Ziele könnten schnell hinzukommen.

Der irische Billigflieger Ryanair unter ihrem Geschäftsführer Michael O'Leary will nun auch an der Lufthansa-Heimatbasis in Frankfurt starten und landen. Der dortige Flughafenbetreiber Fraport und Ryanair kündigten gestern eine gemeinsame Pressekonferenz an, die mit Spanung für den heutigen Mittwochvormittag erwartet wird.

Nach Informationen der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX soll erstmals ein Flugangebot von Frankfurt aus vorgestellt werden. Bisher meidet Ryanair ebenso wie viele andere Billigflieger den Frankfurter Flughafen. Als Grund hatten die Iren bislang die im Vergleich zu anderen Airports deutlich höheren Gebühren sowie die langen Wendezeiten für die Flugzeuge am Boden genannt.

Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge will Ryanair zunächst zwei Flugzeuge in Frankfurt stationieren, die als erste Ziele Palma de Mallorca und das südspanische Alicante anfliegen sollen. Die Iren profitierten dabei vom Neukunden-Rabatt des Betreibers Fraport, der Ryanair zudem eine 35-Minuten-Drehzeit zwischen Landung und Start zugesagt haben soll.

Damit wären nach vorläufigen Berechnungen bis zu sechs tägliche Starts von Frankfurt möglich. Die Destination Frankfurt-Mallorca wurde im abgelaufenen Sommer von Lufthansa, Air Berlin, Condor, SunExpress und Tuifly bedient. Alicante wurde nur einmal die Woche von der Lufthansa angeflogen.

Wann und mit welchem Flugangebot Ryanair antritt, blieb in den Einladungen noch offen.

Der Winterflugplan ist gerade angelaufen. Jetzt beginnen die Planungen für den Sommerflugplan, der Ende März mit Einführung der erneuten Sommerzeit in Kraft tritt. Die Iren fordern die Lufthansa damit an deren wichtigstem Drehkreuz heraus. An ihrem zweiten Drehkreuz in München muss sich die Lufthansa bereits mit der Billigkonkurrenz von Easyjet und Transavia, einer Tochter von Air France-KLM , auseinandersetzen. Entgegen früheren Plänen will der Dax-Konzern daher seine Billigtochter Eurowings vom kommenden Jahr an auch in München an den Start schicken.

In Hamburg eröffnete die irische Fluggesellschaft Ryanair gestern eine neue Basis. Die Iren stationieren in der Hansestadt zunächst zwei Maschinen vom Typ Boeing 737-800. Völlig neu im Hamburger Streckennetz sind damit die bulgarische Hauptstadt Sofia, die seit September angeflogen wird, sowie Mailand-Bergamo und London Stansted.

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