Reisemesse in Congresshalle Saarbrücken zeigt Ziele von 106 Ausstellern

Reisen zu den französischen Nachbarn : Wie man Neugier auf Entdeckungen nahe der Heimat weckt

Die „Touristikmesse Reise & Freizeit“ in der Saarbrücker Congresshalle setzt eine Schwerpunkt auf die französischen Nachbarn. Geöffnet ist Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

In Anlehnung an das Goethe Zitat „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“ zeigen viele der 106 Aussteller auf der „Touristikmesse Reise & Freizeit“ in der Congresshalle noch bis Sonntagabend Ausflüge und Reiseziele, die vom Saarland aus gut erreichbar sind: vom Schwarzwald bis nach Frankreich.

Einer der Schwerpunkte ist die Nachbarregion Grand Est, die sich erstmals mit umfangreichen Angeboten präsentiert. Jackie Helfgott, Präsident der Tourismus-Kommission in der Region Grand Est, verweist auf ein sehr vielfältiges Spektrum. So könne man die Region als Wanderer oder mit dem Fahrrad entdecken. Zahlreiche neue Wege seien gut ausgeschildert und böten Zugang zu einer Fülle von Sehenswürdigkeiten. So könne man beispielsweise den See Lac du Der in der südlichen Champagne bequem mit dem Fahrrad umrunden, berichtet Nathalie Jakubowski vom Office de Tourisme.

 Von 14 neuen Premium-Wanderwegen berichtet ihre Kollegin Céline Chall für das Bitcher Land. „Sie sind gut ausgeschildert und verweisen auf Burgruinen und Felsen.“ Die Region verfüge auch über mehrere Campingplätze und Fischweiher. Eine besondere Attraktion sei die Möglichkeit, zwei Teile der Maginot-Linie zu besichtigen: den Simserhof, in dem früher Soldaten lebten, und das zehn Kilometer entfernte Fort Casso. Auch gastronomisch könne man, von der Sterneküche bis zu lothringischen Spezialitäten, vieles entdecken.

Rebecca Rummeney präsentiert Möglichkeiten, entlang dem Saar-Kohle Kanal zwischen Saargemünd und Sarrebourg Radwanderungen und Bootsausflüge zu unternehmen. Alexandre Brenner rät dazu, die Region zwischen Mossig und Vignoble im Elsass zu entdecken. Hier finde man Schlösser, Ruinen und zahlreiche Wanderwege. Auch könne man auf Weinwanderungen gehen. Auf der Messe findet man Winzer aus der Region Grand Est, die Tipps geben und ihre Produkte vorstellen: vom Riesling bis zum Sekt.

Auch die Pfalz bietet spannende Entdeckungen. Arno Reither, Geschäftsführer der Burg Berwartstein, verweist auf die Möglichkeit, in den Gemäuern einen Ritterschmaus zu sich zu nehmen und in der Burg zu übernachten, was in der Region einmalig sei. Ein Ziel, was gerne auch von Vereinen angesteuert werde.

Susanne Mönch vom Landhotel Untere Kapfenhardter Mühle in Unterreichenbach im Nordschwarzwald weiß sogar, wie man glücklich werden kann. Der gesamte Ort habe sich auf ein entsprechendes Konzept geeinigt und sich dies auch zertifizierten lassen. Hotels, Gastronomie, der Einzelhandel sowie der gesamte Tourismus vor Ort bieten ganzjährig Veranstaltungen zum Thema Glück. Bei Horst Becker Busreisen in Elversberg stehen nach Auskunft von Hanna Klein Ausflüge zur Elbphilharmonie in Hamburg ganz oben auf der Wunschliste. Annette Adam von Anton Götten Reisen berichtet von Fluss-Kreuzfahrten, zum Beispiel an der Donau oder der Elbe, aber auch Bustouren in die Bretagne, nach Spanien und Italien. Wer sich eine Kreuzfahrt vorstellen kann, bekommt bei M` Ocean viele Tipps, worauf man bei der Auswahl achten sollte. Dieses Reisebüro vertritt Reedereien. Auf der Messe stellen sich acht Fahrradhändler und zwei Radmanufakturen vor. Elmar Anders vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) rät beim Fahrradkauf dazu, einen Fachhändler aufzusuchen. „Der bietet Service und ist auch in der Lage, Fahrräder zu reparieren, was gerade bei E-Bikes wichtig ist.“

Die Messe ist am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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