Politik will sich bei Firma Dieter Eifler einschalten

Aus bei Eckelhauser Firma : Politik will sich bei Eifler einschalten

Das saarländische Wirtschaftsministerium sucht Gespräche mit den neuen Eignern. Das Ziel: eine Transfergesellschaft für die Mitarbeiter.

Die Werksschließung der Firma Eifler GmbH & Co KG ruft jetzt die Politik auf den Plan. Er werde das Gespräch mit den neuen Eignern suchen, sagte Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke (SPD) am Donnerstag am Rande einer Veranstaltung. Sein Ziel: Eine Transfergesellschaft für die rund 100 Mitarbeiter im Werk in Eckelhausen, die durch die Schließung ihren Job verlieren.

Im April hatte die slowenische Firma Cablex den Konkurrenten Dieter Eifler GmbH & Co KG übernommen. Der neue Eigner hatte den Mitarbeitern vor knapp zwei Wochen in einer Betriebsversammlung mitgeteilt, dass das deutsche Werk der übernommenen Eifler-Gruppe Ende Oktober geschlossen werde. Alle rund 100 Mitarbeiter sollten demnach gekündigt werden und entsprechend ihrer Kündigungsfristen noch ihre Gehälter bekommen. Teilweise laufen die Verträge noch bis März kommenden Jahres.

Cablex ist ebenso wie die Firma Eifler ein Hersteller von Kabelbäumen. Die Dieter Eifler GmbH & Co KG war vor allem in der Autoindustrie mit Kunden wie ZF und Delphi stark wie auch im Bereich der Hausgeräte mit dem Großkunden Miele. Eifler hatte Werke im Saarland, in Rumänien und Ungarn.

Cablex-Finanzchef Mitja Florjanic bleibt bei seiner Darstellung, die Situation der Firma an der Saar habe sich kurzfristig dramatisch verschlechtert. 2016 sei die Lage noch gut gewesen, 2017 dagegen sei ein Krisenjahr gewesen. Cablex habe im April 2018 ein finanziell stark angeschlagenes Unternehmen übernommen. Zahlen, die das belegen, legt er nicht vor. Die Bilanz des Unternehmens für 2017 könne noch nicht veröffentlicht werden, da der Lagebericht noch nicht fertig sei, sagte dazu der Geschäftsführer des Standorts in Eckelhausen, Theodor Krautmann.

Auch bei der Frage zur Zukunft der Mitarbeiter bleibt Cablex bei der ursprünglichen Ansage. Man werde sämtliche gesetzlichen Vorschriften einhalten, sagte Florjanic. Zur Frage nach möglichen Abfindungen für langjährige Mitarbeiter erwidert er, dass sich diese langjährige Betriebszugehörigkeit ja in verlängerten Kündigungsfristen niederschlage. Obwohl das Werk schon Ende Oktober geschlossen wird, werde teilweise bis Ende März Gehalt gezahlt.

Die geplante Transfergesellschaft soll auch Befürchtungen der Mitarbeiter abfangen, Cablex könne sich durch eine Insolvenz vor der Zahlung der Restgehälter drücken. Über eine Transfergesellschaft oder die Einzahlung der Gelder auf ein Treuhandkonto könnte zumindest gesichert werden, dass diese Gelder tatsächlich fließen. 

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