1. Nachrichten
  2. Wirtschaft

Ölpreis steigt nach Einigung des Förderkartells Opec

Ölpreis steigt nach Einigung des Förderkartells Opec

Verbraucher müssen sich möglicherweise auf höhere Benzin- und Heizölpreise einstellen. Geht es nach der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), könnte Rohöl mittelfristig teurer werden. Das Kartell hat sich nach langem Ringen auf eine Förder-Obergrenze geeinigt. Das Kalkül: Wird weniger gepumpt, sinkt das Angebot und die Preise steigen. Rohstoffexperten glauben aber nicht so recht daran. Sie verweisen auf die mangelnde Disziplin der 14 Opec-Mitglieder, auf eine weiter schwache Nachfrage angesichts der mauen Weltkonjunktur und auf die anderen großen Akteure am Markt wie Russland und die USA. Die zerstrittene Opec hatte am Mittwochabend überraschend eine Beschränkung der täglichen Fördermenge auf 32,5 bis 33 Millionen Barrel (je 159 Liter) beschlossen. Die Entscheidung bedeutet eine Absenkung der Produktion um fast 750 000 Barrel täglich gegenüber August, sagte Katars Energieminister Mohammed al-Sada.

Die Ölpreise zogen sofort um über sechs Prozent an. Jedoch ging es gestern schon wieder leicht nach unten. Rohstoffexperten der US-Investmentbank Goldman Sachs haben berechnet, was eine strikte Umsetzung der Vereinbarung bedeuten würde. Sollte die Fördergrenze in der ersten Hälfte 2017 strikt eingehalten werden, könnte dies die Ölpreise um sieben bis zehn Dollar steigen lassen.