Metro spaltet sich auf

Metro-Chef Olaf Koch setzt große Hoffnungen in die im Frühjahr angekündigte Aufspaltung des Handelsriesen. Der Zusammenschluss der Metro-Großmärkte, der Real-Supermärkte sowie der Elektronikketten Media Markt und Saturn unter einem Dach habe zuletzt die Geschäfte eher behindert als gefördert, sagte der Manager. Die Aufspaltung werde es den Unternehmen in Zukunft erlauben, sich hundertprozentig auf ihre jeweiligen Kunden zu konzentrieren. Der Aufsichtsrat des Konzerns hat den Plänen am Montag zugestimmt.

Der Handelsriese soll nach den Plänen Kochs in einen Lebensmittelspezialisten mit den Metro-Großmärkten und den Real-Supermärkten sowie einen Elektronikspezialisten aufgespalten werden. Die Trennung werde beiden Unternehmen ermöglichen, dynamischer als bisher am Markt zu agieren und gleichzeitig neue Chancen für Kooperationen und Akquisitionen eröffnen, sagte Koch. Die organisatorische Trennung der Einheiten soll bereits Ende September erfolgen. Die Börsennotierung der getrennten Unternehmen ist für Mitte 2017 geplant. Jedoch muss zuvor die Hauptversammlung des Konzerns der Aufspaltung zustimmen.

Das Personaltableau in den Vorständen steht bereits fest: Koch selbst wird das Lebensmittelgeschäft leiten. An die Spitze der Elektronikkette rückt Media-Saturn-Chef Pieter Haas. Den Aufsichtsratsvorsitz der Lebensmittelsparte soll der bisherige Metro-Chefkontrolleur Jürgen Steinemann übernehmen. Aufsichtratsvorsitzender der Elektronikkette soll der frühere Vorstandschef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen , werden.

Offen sind aber noch die Namen der neuen Unternehmen. Koch sagte lediglich, dass es "hochgradig unwahrscheinlich" sei, dass es im Lebensmittelgeschäft keinen Bezug zum traditionsreichen Namen Metro geben werde.