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Leere Regale drohen: „Schwerste Krise seit Ende des Zweiten Weltkrieges“​

Energiekrise : Lebensmittelversorgung in Gefahr: „Schwerste Krise seit Ende des Zweiten Weltkrieges“

"Es drohen erhebliche Versorgungslücken": In einem offenen Brief hat die Lebensmittelbranche von der Bundesregierung Unterstützung bei den hohen Energiekosten gefordert.

In einem Brandbrief an den Bundeskanzler und die Bundesregierung haben mehrere Lebensmittelverbände vor dramatischen Folgen der Energiekrise in Deutschland gewarnt. „Wenn die Bundesregierung nicht umgehend handelt, drohen erhebliche Versorgungslücken bei der täglichen Lebensmittelversorgung der Menschen in Deutschland“, heißt es in dem Schreiben. Insbesondere die energieintensive mittelständische Tiefkühl- und Frischewirtschaft stehe infolge der Energiekrise vor einer existenziellen Bedrohung.

Lieferengpässe: Insolvenzen in der Lebensmittelbranche?

Initiatoren des Brandbriefs sind Branchenvertreter der deutschen Tiefkühl und Frischewirtschaft. „Manche bereiten sich sogar schon auf eine mögliche Insolvenz vor. Es ist 1 Minute vor 12!“, warnen die Autoren weiter.

Die Unterzeichner des Offenen Briefes fordern die Bundesregierung auf, die Sicherung der Energieversorgung „mit höchster Priorität“ voranzutreiben, die angekündigten Energiebeihilfen kurzfristig auf den Weg zu bringen und das Energiekostendämpfungsprogramm für die mittelständischen Unternehmen in der Kühl- und Tiefkühlkette zu öffnen.

Was das Saar-Innenministerium zur Vorbereitung auf Notsituationen rät

Das Innenministerium im Saarland empfiehlt grundsätzlich, sich auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten – unabhängig von der aktuellen Energiekrise. Auch wenn Deutschland über ein gut ausgebautes Hilfeleistungssystem verfüge, könnten die Einsatzkräfte der staatlichen Behörden und Hilfsorganisationen nicht immer „unmittelbar und überall zur Stelle sein“ und alle Krisen „allein bewältigen“. Auch die Bürgerinnen und Bürger im Saarland seien gefragt, Verantwortung für sich und ihr soziales Umfeld zu übernehmen. Die Bevölkerung könne selbst zu einem „guten Gelingen der Krisenbewältigung“ beitragen. Eine wesentliche Voraussetzung sei die persönliche Notfallvorsorge.

Eine Checkliste, auf welche Vorräte es im Katastrophenfall ankommt, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aufgestellt (wir berichteten).

Hier geht es zur Bilderstrecke: Diese Vorräte brauchen Sie für den Ernstfall zu Hause