Konsequent falsch

Hier geht es ums Prinzip. Die Vielfalt der Marken soll weg, am Markt soll es nur noch Zurich geben, das Geschäft soll in Köln und Frankfurt konzentriert werden. Verlierer sind die Mitarbeiter der kleinen Konzerntochter in St. Ingbert. Dass der saarländische Standort kostengünstig und gewinnbringend ist, spielt in der Tunnelblick-Logik der Führungsspitze keine Rolle. Eine Integration in die Zurich-Welt auch ohne die Schließung ist nicht gewollt. Die Risiken, dass das Know-how verloren geht, nimmt man billigend in Kauf. Denn die Mitarbeiter, von denen viele seit Jahrzehnten im Unternehmen sind, hängen vermutlich an ihrer Heimat. Nur wenige werden fortziehen wollen. Obendrein dürften viele Makler ihr Geschäft abziehen und zu anderen Versicherungen wechseln. Der ökonomische Erfolg der Schließung ist äußerst fraglich, aber Hauptsache, ein Beschluss wird konsequent durchgezogen.