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Kombi-Impfung: Ausreichend Impfstoff und freie Termine im Saarland

Biontech oder Moderna wird gespritzt : Freie Impftermine im Saarland (und ausreichend Impfstoff gibt es auch)

Gesundheitsminister Spahn versichert, dass es genügend Impfstoff geben wird, um die Zweitimpfung mit einem mRNA-Wirkstoff zu verabreichen.

Am ersten Juli-Samstag wird das Saarland den Wert von einer Million Impfungen überschreiten. „Eine positive Entwicklung, die sowohl auf eine stetig hohe Impfbereitschaft der Saarländerinnen und Saarländer, als auch auf die gute Arbeit innerhalb der drei Säulen der saarländischen Impfkampagne: Impfzentren, niedergelassene Ärzte und Impfungen in den Betrieben, zurückzuführen ist“, so Gesundheitsministerin Monika Bachmann.

Nachdem lange Zeit die Nachfrage deutlich größer als das Angebot der kurzfristigen Impftermine war, besteht nun die Möglichkeit, kurzfristig Impftermine mit mRNA Impfstoffen (BioNTech und Moderna) zu erhalten. Diese können über die Buchungsseite www.impfen-saarland.de bei der Option der kurzfristig buchbaren Impftermine gebucht werden. Es werden kontinuierlich neue Termine eingestellt. Auch ist es wieder möglich die begehrten Nachttermine im 24 Stunden Impfzentrum der Bundeswehr in Lebach zu buchen. Durch die kurzfristig freien Termine besteht die Möglichkeit für bislang Ungeimpfte innerhalb kurzer Zeit und noch in den Ferien einen vollen Impfschutz zu erhalten. Selbstverständlich wird das digitale Impfzertifikat direkt nach der Impfung im Impfzentrum ausgehändigt.

Spahn sichert Impfstoff zu

Doch um überhaupt impfen zu können, benötigt es ausreichend Impfstoff. Vor allem, da nun auch überraschend die Astrazeneca-Empfehlung der Ständigen Impfkommission geändert wurde. Demnach sollen nun alle, die bei ihrer ersten Dosis den Corona-Impfstoffs von Astrazeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie den von Biontech oder Moderna erhalten. Hierzu hat Gesundheitsminister Jens Spahn ausreichend Dosen zugesichert. „Es wird sehr zügig gehen können, die Empfehlung umzusetzen, weil ausreichend mRNA-Impfstoff da ist“, sagte der CDU-Politiker nach Beratungen mit seinen Länder-Kolleginnen und -Kollegen am Freitag in Berlin.

„So eine Empfehlung kann natürlich leicht viele, die sich impfen lassen wollen, im erste Moment verunsichern“, räumte Spahn ein. Er und die Gesundheitsminister der Länder seien von der Entscheidung überrascht worden. Beim Chef der Impfkommission, Thomas Mertens, der bei den Ministerberatungen zugeschaltet gewesen sei, hätten die Politiker deshalb dafür geworben, „dass wir miteinander noch etwas besser die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Politik machen“. Allein in der kommenden Woche seien 500 000 bis 700 000 Menschen betroffen, bei denen eigentlich eine Zweitimpfung mit Astrazeneca anstehe.

Spahn betonte die besonders hohe Wirksamkeit einer Kreuzimpfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca für die erste und dem von Biontech/Pfizer oder Moderna für die zweite Spritze. Dazu komme, dass die neue Empfehlung einen Abstand der zweiten zur ersten Impfung von nur vier Wochen umfasse. Man solle also nicht mehr bis zu zwölf Wochen warten, wie es bisher bei Astrazeneca empfohlen war.

Bestmögliche Impfkombination

„Diese Kombination ist eine der bestverfügbaren Impfkombinationen, die es aktuell gibt“, sagte Spahn. Dies mache den Impfstoff von Astrazeneca attraktiver. Derzeit gebe es viele Dosen von Astrazeneca in Deutschland vorrätig. Allein in den kommenden Tagen würden 2,4 Millionen Dosen davon geliefert.

Davon kann dann auch das Saarland profitieren, sodass möglichst schnell neben den 59,2% der Saarländer, die bereits eine Impfung erhalten haben, noch weitere dazukommen können.

Impfungen für Studierende im Saarland

Neben dem Angebot der kurzfristigen Impftermine, welches für alle berechtigten und noch ungeimpften Personen ab sofort gilt, wird es zeitnah ein Sonderimpfangebot für Studierende im Impfzentrum Saarbrücken geben. Hierzu finden zurzeit finale Abstimmungsgespräche mit den Hochschulen statt und es ist vorgesehen, den Studierenden über eine separate Buchungsmöglichkeit ein Impfangebot bis zum Start des Wintersemesters zu ermöglichen.

(dpa)